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RAINALD GOETZ – „JEFF KOONS“

3. September 2018 | 18:30 - 19. Januar 2019 | 21:30

Berlin

AN DER BERLINER SCHAUBÜHNE

Zu den aufregendsten und sinnlichsten Theatererlebnissen in der Hauptstadt gehört sicherlich „Jeff Koons“ von Rainald Goetz in einer Inszenierung der Berliner Schaubühne und unter der Regie von Lilja Rupprecht. Gerne wird Sie Ihr gebildetes und theatererfahrenes Escort Berlin in das kleine und intime Studio der Schaubühne begleiten. Zwei volle Stunden lang, geht es hier in popartigen und bonbonbunten Kulissen hoch her  – mit einer klugen und sinnlichen Frau an Ihrer Seite, wird dieses Theatererlebnis zu einem ganz besonderen Genuss. Selbstverständlich hat sich Ihre Begleitung umfassend über das Stück, seinen Inhalt und den Autor informiert, kann dem Geschehen auf der Bühne aufmerksam folgen sowie klug und charmant mit Ihnen darüber parlieren. Als Gentleman mit Liebe zur Kunst, werden Sie hochbegeistert sein und noch lange an diesen gehaltvollen, aufregenden und mit allen Sinnen bereichernden Theaterabend zurückdenken. 

IM JAHRE 1999 AM DEUTSCHEN SCHAUSPIELHAUS HAMBURG URAUFGEFÜHRT  

Sein Stück „Jeff Koons“ hat der berühmte Münchner Romanautor („Irre“) und renommierte Bühnenautor Rainald Goetz bereits Ende der 1990er-Jahre geschrieben, die Uraufführung erfolgte 1999 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Das als Abgesang auf das ausklingende Jahrzehnt der Pop-Art und seinen New Yorker Superstar Jeff Koons gedachte Stück, wurde damals bejubelt, aber auch ausgebuht. Zu verrückt und von der Realität abgehoben, wild, chaotisch und kunterbunt kam den gesetzten, hanseatischen Theaterbesuchern das schräge Stück des Enfant Terrible der deutschen Literaturszene damals vor. Heute haben sich die Gemüter – auch der konservativen Theaterbesucher –  längst wieder beruhigt. Die Pop-Art sowie viele ihrer Protagonisten sind 2018 fast schon Geschichte. In Berlin, und dort im Studio der Schaubühne, lebt die Erinnerung daran noch einmal nostalgisch-verspielt auf. Die junge Regisseurin wagt dabei einen leicht ironischen, aber auch etwas ratlosen und historischen Blick auf eine entschwundene Zeit, als sie selber fast noch ein Kind war. 

ERFRISCHEND ANDERE NEUINSZENIERUNG AN DER BERLINER SCHAUBÜHNE

Inszeniert hatte das Stück „Jeff Koons“, bei der Uraufführung in Hamburg, mit Stefan Bachmann, ein Mann und heute gestandener Theatermacher. Zwanzig Jahre später in Berlin, hält eine junge Frau das Regie-Zepter in ihren Händen: Lilja Rupprecht, 34 Jahre jung und zuvor Regie-Assistentin am renommierten Thalia-Theater in Hamburg. Nun schenkt die gebürtige Hamburgerin ihrem begeisterten Publikum in Berlin einen neuen, aufregenden und sehr weiblichen Blick auf ein Stück, das bei seiner Uraufführung für ein Rauschen im Blätterwald der Feuilletons sorgte. Das einstige Theater-Skandalon „Jeff Koons“ wurde lange Zeit nur noch selten aufgeführt. In den letzten Jahren mit Neuinszenierungen wie am Düsseldorfer Schauspielhaus und nun an der Berliner Schaubühne feierte das Stück ein kleines Comeback. Vor nun doch mittlerweile 20 Jahren (man will es selbst kaum glauben) standen heutige TV-Stars wie wie Nina Kunzendorf oder Devid Striesow in „Jeff Koons“ auf der Bühne. Die Berliner Neuinszenierung wählte eher junge, meist unbekannten Schauspieler, die frisch und unverbraucht sind und allem einen ganz eigenen Touch verpassen. In dem kleinen, intimen Rahmen des Studios der Berliner Schaubühne, passt die sehr frische, entstaubte und vor großen Namen wie Koons und Goetz nicht katzbuckelnde Inszenierung sehr schön hinein. Theaterkritiker und Publikum sind begeistert und auch Sie und Ihre Escort Berlin Begleitung, werden sich vom Zauber dieser märchenhaften – und an manchen Stellen an Shakespeares „Sommernachtstraum“ erinnernden Neuinszenierung –  gerne und bereitwillig einnehmen lassen. 

POP-ART KÜNSTLER JEFF KOONS UND SEINE NACKT-MUSE „CICCIOLINA“

Der vor allem durch seine überdimensionalen, von der banalen Alltagswelt inspirierten Skulpturen berühmt gewordene US-Amerikaner Jeff Koons, war einer der führenden bildenden Künstler der Pop-Art-Ära zwischen 1980 und 2000. Ende der 1990er-Jahre erlebte der zeitweise in München lebende New Yorker unter bizarren Umständen eine künstlerische und persönliche Krise, begleitet vom großen Lärm der medialen Öffentlichkeit. Als der ebenfalls in München lebende Rainald Goetz, nur wenig jünger als der 1951 geborene Jeff Koons, den berühmten Kollegen zum „Helden“ und Namenspatron eines Theaterstücks machte, waren Koons Eskapaden mit Nackt-Inszenierungen und in Skulpturen verewigten Sexszenen mit seiner damaligen Ehefrau und Ex-Pornodarstellerin Ilona Staller (Künstlername „Cicciolina“) längst Geschichte und die Ehe geschieden. Das Pop-Zeitalter wurde mit den ausklingenden 1990er-Jahren zu Grabe getragen, doch Jeff Koons machte als Künstler unbeirrt weiter und gilt heute als der teuerste bildende Künstler der Welt. 2013 erzielte einer seiner berühmten Balloon Dogs in Orange bei einer Versteigerung die Rekordsumme von über 58,4 Millionen US-Dollar. Im gleichnamigen Stück von Rainald Goetz kommt Jeff Koons als Figur auf der Bühne gar nicht vor, ist aber unausgesprochen allgegenwärtig und schwebt sozusagen als guter oder böser Geist, als unsichtbarer oder nur in Zitaten sichtbarer „Deus ex Machina“ über dem Geschehen. 

MODERNES THEATER OHNE FESTE PERSONEN UND SZENENFOLGEN

Eine feste Szenenfolge oder eine streng durchkomponierte Einteilung in Akte, hat dieses moderne und gegen den Strich gebürstete Theaterstück nicht. Hingetupft wirkende Szenarien aus der Welt der Clubs und des Nachtlebens, wechseln sich mit kleinen, aber feinen Inszenierungen der Liebe ab. Skurril über surreal bis banal und melancholisch herüberkommenden Szenen aus dem Leben und der Kunst. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens, verschmolzen, auch bei dem realen Jeff Koons, der Akt der Liebe mit Kunst und Kitsch zu einer untrennbaren Einheit. Rainald Goetz griff diesen Faden vor fast 20 Jahren auf und setzte ihn als Fanal auf die Pop-Art im Theater um. Bei der dreißig Jahre jüngeren Lilja Rupprecht und ihrer Regie umwehen die Liebe, die Kunst und das Leben aus der Perspektive eines Jeff Koons und seines Alter Ego Rainald Goetz leise Wehmut aus dem Blickwinkel der Nachgeborenen. Die Zeiten haben sich geändert, so die unausgesprochene Botschaft, und ob es eine Figur wie Koons-Muse „Cicciolina“ und ihre Selbstinszenierungen als Pornostar und Nackt-Muse und sogar Abgeordnete im italienischen Parlament in dieser Form heute noch so geben würde, bleibt fraglich. Im Stück und in der Inszenierung, erinnert allenfalls eine Projektion an die heute noch in der Maske der Kunstfigur „Cicciolina“, dem gern gesehenen Talkshow-Gast im italienischen TV,  an die ehemalige Koons-Gefährtin Ilona Staller. Moderne, sinnliche und kluge Escorts, wirken heute weniger verkrampft, seriöser und in ihren Auftritten selbstverständlicher als die aus Ungarn stammende und seit vielen Jahren in Italien lebende Ikone der Pop-Art. In ihren ganz frühen Anfängen war Staller übrigens ebenfalls als Escort tätig. 

JEFF KOONS AUF DER THEATERBÜHNE – ALLENFALLS ALS LEINWANDPROJEKTION 

So wenig wie namentlich genannte Personen in dem Theaterstück von Rainald Goetz überhaupt auftauchen, so wenig haben auch klar definierte, als Jeff Koons oder „Cicciolina“ erkennbare Figuren, ihren Platz im Text und auf der Bühne. Eine Inszenierung hat allerdings künstlerische Mittel und Wege zur Verfügung, diesen scheinbaren Mangel auszugleichen und bestimmte Figuren sozusagen durch den Hintereingang auf die Bühne zu holen. In diesem Fall bedient sich die Regisseurin eines dramaturgischen Kniffs, um Jeff Koons und seine in die Kunstgeschichte und ihre Skandale eingegangene Muse, doch noch auf die Bühne zu bringen: Zu Beginn der Inszenierung sind riesige, auf Leinwände projizierte Bilder des Künstlers und seiner damaligen Ehefrau Ilona Staller alias „Cicciolina“ zu sehen. In der berühmten Skulpturen-Werkserie „Made in Heaven“,  hatte der Künstler sich und seine damalige Gattin um 1990 als nacktes Adam und Eva-Paar und erste sowie letzte Menschen auf diesem Planeten in eindeutig sexuellen Posen in Form gegossen. Was damals als „Pornografie“ für Aufschreie der Empörung bei sogenannten braven Bürgern sorgte, ist heute in renommierten Kunsttempeln wie dem Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao zu sehen. Im Goetz-Stück und noch mehr in der Berliner Inszenierung von 2018 bleibt vom einstigen Kunstskandal allenfalls ein Hauch der Erinnerung und der Nostalgie übrig. 

BILDMÄCHTIG MIT BOMBAST UND IMMER HART AM KITSCH

Außer auf den projizierten Fotos, treten auch die ehemalige Porno-Darstellerin, einstige Muse und Künstler-Gattin sowie spätere Nackt-Aktivistin und Politikerin „Cicciolina“ wie schon Ex-Ehemann Jeff Koons als Figur auf der Bühne nicht in Erscheinung. Die beiden Ikonen der Pop-Art und ihre Biografien dienen sowohl dem Autor Rainald Goetz als auch Regisseurin Lilja Rupprecht lediglich als Folien für diverse, etwas vage Wahrnehmungen. Dabei darf es auch schon einmal, den Zuschauer irritierend, zu gewollt gesetzten Bildstörungen kommen. Kreativ verwirrend, irrlichtert die Inszenierung munter kreuz und quer von Szene zu Szene und setzt das Bild als Stilmittel ebenso bewusst überladen und bombastisch ein wie den Ton. Diese Inszenierung macht es sich und dem Zuschauer nicht leicht und verlangt einen Theaterabend lang volle Konzentration. Gleichzeitig wird es auf der Bühne nie zu verkopft und schon gar nicht deklamatorisch. Spaß am Spiel und eine nahezu sinnliche Lust der jungen Truppe, auf dem Theater in Rollen zu schlüpfen, sind deutlich spürbar und lassen den Funken schnell von der Bühne in den Zuschauerraum überspringen. Langeweile kommt jedenfalls trotz Fehlen eines klaren Handlungsfadens nicht eine Sekunde lang auf. 

ZWISCHEN SOUNDGEWITTER MIT DEM DJ UND SPHÄRENMUSIK AUS DEM ALL

Die sehr frische und nicht im Nostalgischen verharrende Inszenierung spannt den Bogen unbekümmert von den 1990er-Jahren zum Heute. Ein DJ mit entsprechendem Soundgewitter und clubtauglichem Small Talk über Alkohol, Drogen und Türsteher, tritt raumgreifend in Erscheinung. Immer wieder wechselt die Szenerie, tritt ein anderer Schauspieler ins Bild, präsentiert sich in einer fulminanten Ego-Show als Entertainer bzw. Galeristin oder hält Monologe über die Kindheit. Zwischendurch erklingt Sphärenmusik wie aus dem All vor einem Bild von der Erde. Wie Aliens grotesk verkleidete und mit Masken und Kopfputz surreal verfremdete Schauspieler, halten eine Buchausgabe des Stücks „Jeff Koons“ aus dem Suhrkamp-Verlag in die Höhe. Hier hat Annelies Vanlaere aus Belgien, die für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich zeichnet, ganze Arbeit geleistet und bietet atemberaubende Eindrücke für alle Sinne. Auch die Namen der jungen Schauspieler, die in dieser Inszenierung eines schwierigen und bei aller Sinnlichkeit sehr anspruchsvollen Stücks alles geben, wie Lukas Turtur und Kay Bartholomäus sowie Iris Becher und Damir Avdic, sollte sich ein Theaterfreund merken. Die Spielfreude ist dem gut aufgelegt, hochkonzentriert und aufmerksam agierenden jungen Ensemble deutlich anzumerken. Den fulminanten, von Elektro-Beats getragenen Sound, besorgt Romain Frequency. Der aus Paris stammende Musiker und Komponist mischte mit Videoinstallation und Sound bereits den legendären Berliner Club Berghain auf. 

WENN DER VORHANG FÄLLT – MIT DEM ESCORT BERLIN GEHALTVOLL ÜBER THEATER PLAUDERN

Zwischendurch gibt es auf der Bühne auch immer wieder komische Momente und es darf gelacht werden, wenn sich die Schauspieler gegenseitig mit Dreck bewerfen oder vieldeutig mit Rasierschaum herumspritzen. Vieles bleibt im Vagen, bewusst Stückwerk und offen für Deutungen jeder Art in einem Bild-, Ton- und Wortgewitter zwischen Satire und Zitat. Wenn der Vorhang fällt, nimmt der Zuschauer keine fertigen Botschaften, dafür viele Anregungen für gehaltvolle Gespräche aus dem Theater mit in die vibrierende Berliner Nacht. Vielleicht lassen Sie bei einem Glas Champagner, gemeinsam mit ihrem Escort Berlin, nach dem Ende der Vorstellung, das Gesehene Revue passieren und plaudern angeregt und gehaltvoll über Jeff Koons und seine „Cicciolina“, den Autor Rainald Goetz und seine Stücke sowie die fantasiereiche Inszenierung der Berliner Schaubühne. Oder Sie stellen ganz intim und lustvoll die sinnlichen Posen von Jeff Koons und seiner Muse nach – made in heaven, wie im Himmel gemacht…!

Details

Beginn:
3. September 2018 | 18:30
Ende:
19. Januar 2019 | 21:30

Ort

BERLINER SCHAUBÜHNE
Kurfürstendamm 153
Berlin, Kurfürstendamm 153
+ Google Karte
Website:
https://www.schaubuehne.de/de/start/index.html
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Berlin, Kurfürstendamm 153
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