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KUNST IST LEBEN – NOUVEAU RÉALISME, FLUXUS UND POP ART IM MUSEUM LUDWIG KÖLN

24. Juni 2017 | 10:00 - 24. September 2017 | 18:00

Museum Ludwig

Sehr spannend geht es dieser Tage im Museum Ludwig zu: Sie und Ihr Escort Köln sollten sich die Präsentation der Sammlung des 1987 verstorbenen Kölner Gemälderestaurators Wolfgang Hahn nicht entgehen lassen. Hahn hat nicht nur gesammelt, sondern mit seiner Kunst gelebt. Er inspirierte auch den deutlich wohlhabenderen Peter Ludwig, Pop Art in seine Sammlung aufzunehmen.  Wichtiger noch, zum Bau des Museum Ludwig, um die rasant wachsende Sammlung Ludwigs auszustellen zu können.

Die neunzehnhundertsechziger Jahre waren im Rheinland eine besondere Zeit und Zentrum für revolutionäres Kunstgeschehen. Eine neue, internationale Generation KünstlerInnen kam nach und entfernte sich von der traditionellen Kunstauffassung. Plötzlich war der Alltag Inspiration und neue Kunstmaterialien aus Alltagsgegenständen fanden Eingang in den Schaffensprozess. Auch ihre Öffnung in Richtung anderer Kunstdisziplinen unterschied sie von ihren VorgängerInnen: MusikerInnen, LiteratInnen, FilmemacherInnen und TänzerInnen waren fortan in das neue Kunstschaffen eingebunden. Wolfgang Hahn war mittendrin, was sicher sein Glück war, denn nur so konnte er an die Ikonen der Moderne herankommen und zu einer vielschichtigen Sammlung zusammentragen, die Sie und Ihr Escort Köln heute bewundern können. Es war die Zeit des Umbruchs: Die Fluxus-Bewegung wurde im Rheinland groß, Beuys lehrte in Düsseldorf, Mary Bauermeister lies in ihrem Atelier Baumeister die Pioniere der Neuen Musik auftreten und die aufstrebende Kölner Galerienszene begeisterte die junge amerikanische Kunstwelt für die gemütliche Domstadt im Rheinland.

Da kräht der Hahn nach

Als Chefrestaurator des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig, prägte Wolfgang Hahn den Blick auf die zeitgenössische Kunst. Hahn erkannte, dass die neue Kunst in ihrem Kern prozesshaft und performativ war. Er besuchte von Beginn an Veranstaltungen neuer Musik, Fluxus-Aktionen und Happenings. So initiierte er Arbeiten wie Daniel Spoerris „Hahns Abendmahl“ von 1964 und zwar am 21. April desselben Jahres. Der Künstler Daniel Spoerri und einige andere KünstlerkollegInnen rückten im Kölner Zuhause von Wolfgang Hahn an und speisten gemeinsam an einem großen Tisch. Nach dem Essen zückte Spoerri den Kleber und leimte Flaschen, Gläser, Teller, Besteck und Schüsseln an die Tischplatte. Das Klebebild wurde in die Senkrechte gekehrt und fertig war „Hahns Abendmahl“. Das ist „Kunst im Leben!“ finden sicher nicht nur Sie und Ihr Escort Köln. Hahn machte etwas, was einen wahren Sammler und Kunstliebhaber auszeichnet: Er sparte sich die Kunst vom Munde ab und war bereit, sein Geld in Kunst zu investieren. Das unterschied ihn von den meisten Kunstinteressenten, die diese ausschließlich zu schätzen wussten. Meistens nicht monetär. Es gelang Hahn, sein Haus bis unters Dach mit Werken vollzustellen. Er schaffte es damit, all diesem stillgestellten Leben, wieder zu einem Teil dessen zu machen, was es einmal gewesen war. So kaufte er Andy Warhols nachgebaute Putzmittelkiste, erwarb George Segals lebensgroße Gipsfrau, und von Joseph Beuys eine fachgerecht abgefackelte Holztür. In seinem Wohnzimmer realisierte er Lawrence Weiners Konzept A SQUARE REMOVAL FROM A RUG IN USE von 1969 und kaufte Konzepte und Partituren, sowie Audioarbeiten und 16-mm-Filme von KünstlerInnen. Zum ersten Mal wurde seine Sammlung 1968 präsentiert. Man hätte sie eigentlich in seinem Zuhause zeigen müssen, um sie wirklich zu verstehen. Das wäre sicher auch für Sie und Ihr Escort Köln ein Erlebnis gewesen.

Der Bewahrer der Moderne

Hahn war aber viel mehr als nur ein Sammler: Er begegnete der zeitgenössischen Kunst mit einem historischen Bewusstsein, was wohl seiner Profession als Restaurator geschuldet war. Er besuchte Aktionen und Happenings und protokollierte das Gesehene; er führte Interviews mit KünstlerInnen, um mehr über die Herstellungsweise der Werke und die dahinterstehende künstlerische Haltung zu erfahren. Weiterhin sammelte er gezielt Werke und Dokumente, aus bestimmten Aktionskontexten. So befinden sich sehr viele Objekte aus der legendären Ausstellung Nam June Paiks „Exposition of Music. Electronic Television“ von 1963 in seiner Sammlung.  Ein bisschen schade für Köln ist die Tatsache, dass 1978 die Republik Österreich die Sammlung Hahn ankaufte und 2003 durch weitere Ankäufe vervollständigte.  Sie befindet sich nun im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien. Schon allein aus dem Grund der Rückkehr an ihren Entstehungsort ins Rheinland, ist es für Kunstinteressierte von Bedeutung, die Ausstellung zu sehen. Die Künstlerin Kasia Fudakowski wurde eingeladen, Push and Pull  aus dem Jahre 1963 von Allan Kaprow neu zu erfinden. Sie wird als Push and Pull – Re-Invented realisiert. Nach soviel Kunstgenuss sollten Sie und Ihr Escort Köln sich die Beine am Rhein vertreten und zum Rheinauhafen flanieren, wo Sie nicht „Hahns Abendmahl“, aber ein vorzügliches Dinner einnehmen werden. Im Restaurant „Ox und Klee“ im 2. Stockwerk des mittleren Kranhauses haben Sie einen Tisch reserviert und dinieren mit Blick auf den entzückenden kleinen Yachthafen. Das „Ox und Klee“ residiert nach Jahren in der Kölner Innenstadt, jetzt luftig im Rheinauhafen mit einer erfrischend unprätentiösen Einrichtung, die den ästhetischen Geist der sechziger Jahre atmet. Das Restaurant liegt oben über der dazugehörigen „Bayleaf Bar“, in der es sich vor dem Dinner hervorragend einen Aperitif einnehmen lässt. Vom Restaurant aus kann man in die Bar hinunter sehen, ist jedoch durch einen Glaskubus vor den Geräuschen geschützt. Das junge und sehr freundliche Serviceteam verströmt eine positive Energie, die ungezwungene und moderne Atmosphäre im Restaurant runden den Abend ab. Nicht zu vergessen, der Grund des Besuches: Das Essen. Sie werden es sehen und schmecken. Die Produkte sind von ausgesuchter Qualität und kommen mit unverkennbarer Finesse auf den Teller. Geschmäcker und Aromen sind durch die konstant hohe Zubereitung immer auf dem Punkt. Sie und Ihr Escort Köln werden es so sehen wie die Kritiker des Guide Michelin: Der erste Stern ist mehr als verdient.

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Details

Beginn:
24. Juni 2017 | 10:00
Ende:
24. September 2017 | 18:00

Ort

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
Köln,50667