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EINE PIONIERIN DER KUNST AUS CHINA

6. Oktober 2018 | 10:00 - 13. Januar 2019 | 18:00

CAO FEI – K21 STÄNDEHAUS DÜSSELDORF

Bis vor Kurzem galt die mittlerweile vierzigjährige Künstlerin Cao Fei aus dem chinesischen Guanghzou als junges, vielversprechendes Nachwuchstalent. Inzwischen hat sich die Künstlerin jedoch international einen Namen gemacht, der sie in die erste Reihe der modernen Künstler und Künstlerinnen stellt, die weltweit beachtet werden und die den an moderner Kunst und neuen Perspektiven Interessierten einen frischen, unverwechselbaren Blick auf eine Realität im Umbruch bietet. 

Geboren und aufgewachsen in der südchinesischen Stadt Guanghzou, früher bekannt als Kanton Guanghzou, schloss Cao Fei bereits im Jahr 2001 ihr Kunststudium an der dortigen Kunstakademie ab. Inzwischen lebt sie in Peking, wenn sie nicht für ihre Projekte und Installationen auf Reisen ist. Die Medienkünstlerin interessiert sich für das Internet und virtuelle Realitäten nicht nur als reine Ausdrucksmöglichkeiten. Vielmehr befragt und untersucht sie deren Einflüsse auf das, was heute als real oder fiktiv, als wahr oder erdacht verstanden wird. Die Verbindungen von Wahrheit und Mythos, von Realität und Fantasie sind nicht nur auf dem besten Wege, deren Gegensätzlichkeiten zu durchdringen; ihre Grenzen werden inzwischen eher individuell gezogen als vom Kanon vorgegeben akzeptiert. Es bilden sich Subkulturen heraus, die ihre Verbindungen über das Internet generieren, die noch vor wenigen Jahren keinerlei Basis für ihre Existenz hätten finden können. Cao Fei widmet sich solchen Veränderungen, wobei sie der Welt kein rhetorisches „Warum?“ entgegenwirft, sondern nach Antworten sucht. Jetzt, im Alter von vierzig Jahren, meint sie gelegentlich, auf dem besten Weg zu sein, einige davon tatsächlich aufspüren zu können. Viele dieser verunsichernden, Perspektiven infrage stellenden Positionen, verlangen nach aktiver Auseinandersetzung. Begleitet von einer aufgeschlossenen, gebildeten und interessierten Persönlichkeit des Escort Düsseldorf wird der Ausstellungsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis, dessen Eindrücke noch lange für positiven Nachhall sorgen können. 

Mit ihren Installationen, Filmen, Fotografien und nunmehr auch Zeichnungen (die erstmals im K21 zu sehen sein werden) erschafft die mittlerweile sehr renommierte Cao Fei gewebegleiche Kunstwerke, in denen sie soziale Kommentare, Popästhetik, surrealistische Elemente und Dokumentarisches verknüpft. Die gewaltigen Veränderungen im heutigen China bilden den Hintergrund für ihre Fragen, die häufig um Städte und die ihnen ausgesetzten Menschen kreisen. 

Die Künstlerin fand bereits früh Beachtung; so war sie beispielsweise auf Biennalen in Sydney, Venedig oder Moskau vertreten oder hat unter anderem Ausstellungen und Projekte in der Londoner Serpentine Gallery, der Tate Modern, dem Guggenheim Museum, dem Museum of Modern Art, der Fondation Luis Vuitton oder dem Centre Pompidou realisiert. 2006 erhielt sie den Best Young Artist Award bei den Chinese Contemporary Art Awards; zehn Jahre später wurde sie dort erneut, diesmal mit dem Best Artist Award, ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde ihr auf der Cuenca Biennale der Piedra de Sal Award verliehen. Ihr Werk schließt auch – virtuell „realisierte“ – Begegnungen mit Künstlern wie Rem Koolhaas oder Sammlern wie Ulli Sigg ein. 

DAS WERK CAO FEIS

Durch Videos, Fotografie, Installationen und Performances wurde Cao Fai bald eine von Kritikern beachtete und gelobte, international erfolgreiche Künstlerin. Im Kontext der „Neuen Generation“ chinesischer Künstler gilt sie als eine ihrer wichtigsten Repräsentantinnen. Eines ihrer neueren Werke ist „La Town“, ein 45-minütiger Film über eine post-apokalyptische Metropole, dessen Beginn mit einem Herzschlag unterlegt wird und somit Assoziationen zu Edgar Allan Poe weckt. Die Künstlerin beantwortet dies jedoch mit dem Verweis auf Italo Calvino – einem der bedeutendsten italienischen Schriftsteller. Erzählt wird die Geschichte einer Stadt, die zu unterschiedlichen Zeiten an ganz verschiedenen Orten der Welt zu finden gewesen sein soll;  einer Stadt außerhalb der konventionellen Zeit. Hierzu wurden in monatelanger Kleinstarbeit Versatzstücke aus verschiedenen Kulturen und Epochen sowie Figurinen zu Szenen und Szenarien kombiniert. Cao Fei erschuf den Mythos einer Stadt, ersetzte die bereits virtuelle durch eine mythische Welt einer tatsächlich bei Calvino wiederzufindenden „unsichtbaren“ Stadt. Ihr gehe es um die Wahrheit, die von den Menschen in der realen Welt nicht (mehr) gesehen oder gefunden werden kann. Feis Fokus liegt hierbei auf dem menschlichen Aspekt der Stadt, die zu einer solchen ohnehin erst durch ihre Bewohner werden kann. Trotz des spielerischen Elements ist ihr Werk nicht explizit für Kinder konzipiert (obwohl das K21 auch spezielle Kinderführungen anbietet). Feis Blick auf die zerborstene Realität von heute ist dezidiert erwachsen, gebildet, behandelt Normen und Tradiertes und reflektiert Erlerntes. Diese Tatsache erfordert einen ebenso interessierten, wachen Besucher, der bereit ist, sich für eine Weile von seinem Standpunkt zu lösen und sich im neuen Sehen zu versuchen. Die Belohnung hierfür folgt auf dem Fuße…

Die dauerhafte Diskrepanz zwischen Realität einerseits und Fiktion oder Fantasie andererseits, durchzieht Cao Feis ganzes Schaffen. Für sie hat die Realität die Vorstellungskraft möglicherweise wieder überholt, so dass in einer post-apokalyptischen Welt schließlich die Unterhaltung selbst zum Werkzeug geworden ist, die den Menschen ihr Überleben ermöglicht. 

„Für mich ist jedes Werk ein Selbstporträt.“ – Dies sagt die Künstlerin auf ihrer Homepage caofei.com/text.aspx. In einer selbst erschaffenen multidimensionalen Welt aus Virtual Reality, Tanz, Theater und Oper, reflektiert Fei gesellschaftliche Umbrüche;  schließlich untersucht sie die US-amerikanischen und japanischen Einflüsse auf die chinesische post-kulturrevolutionäre Alltagskultur. Bei allem zeigt sie sich stark beeinflusst und beeindruckt vom Internet und von dessen Macht, relativ stabile Subkulturen zu erzeugen. Selbstaussagen, die für den Besucher möglicherweise nachvollziehbarer werden, wenn er sich bei seinem Ausstellungsbesuch einer angenehmen und intelligenten Gesellschaft von Escort Düsseldorf erfreuen kann. Zeit für Reflexionen und neue Impressionen bietet diese Werkschau, die sich in Begleitung weitaus besser erfahren lässt als allein. 

ERSTE UMFASSENDE DEUTSCHE WERKAUSSTELLUNG IM K21 

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert nun vom 6.10.2018 bis zum 13.1.2019 die erste große deutsche Einzelausstellung der chinesischen Künstlerin; sie umfasst ebenso erste Arbeiten aus dem Jahr 1995 wie auch neueste Projekte aus dem letzten Jahr. Präsentiert werden neben Fotografien, Videos und Installationen erstmals auch noch nie gezeigte Zeichnungen Feis. Die Ausstellung in der Ständehausstraße Nr. 1 in 40217 Düsseldorf ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends, sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt das K21 geschlossen, ebenso am 24., 25. und 31.12.2018. Für kulinarische Genüsse sorgt das Restaurant Pardo’s (Öffnungszeiten wie die des K21). Vor Ort stehen Parkplätze zur Verfügung; das Ständehaus ist jedoch auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln komfortabel zu erreichen (Haltestelle Graf-Adolf-Platz). Vor Ort steht den Besuchern zudem ein kostenfreier W-Lan Hotspot zur Verfügung. 

Das Düsseldorfer K21 ist das zweite Ausstellungsgebäude der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. In seiner heutigen Funktion wurde das „Ständehaus“ im Jahr 2002 eröffnet. Bis 1988 war die großzügige Anlage am Kaiserteich Sitz des nordrhein-westfälischen Landtages. Um eine großzügige Piazza, die in einer Höhe von 35 Metern mit einer weithin sichtbaren Glaskuppel überdacht ist, sind vier Gebäudeflügel angeordnet, die wiederum von Arkadengängen umschlossen werden. Der ursprünglich aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts stammende Bau wurden vom Münchener Architekturstudio Kiessler + Partner so umgebaut, dass er auf 5.300 Quadratmetern auf die speziellen Ansprüche als Ausstellungsfläche für moderne Kunst flexibel zu reagieren vermag. Die Wechselausstellungen, wie nun auch die aktuelle mit dem Werk Cao Feis, werden in der Bel Etage und im Untergeschoss des K21 inszeniert. 

Zur Ausstellungseröffnung wird die Künstlerin selbst anwesend sein. Die Kunstsammlerin Julia Stoschek wird mit ihr über ihre Kunst und die aktuelle Werkausstellung sprechen. Anschließend folgt eine musikalische Performance von Cao Fei mit Lukas Heerich. Wer das Glück hat, einen gültigen Studentenausweis zu besitzen, kann bereits am Nachmittag vor der eigentlichen Ausstellungseröffnung an der englischsprachigen Preview für Studierende teilnehmen – hierzu ist keine spezielle Anmeldung erforderlich. 

Gleichlaufend zur Werkausstellung Cao Feis läuft die von der Künstlerin und Yang Beichen kuratierte Ausstellung New Metallurgists der Julia Stoschek Collection. Für beide Ausstellungen sind Doppelführungen geplant (derzeit vorgesehene Termine sind der 7.10., 4.11., 2. und 16.12.2018 sowie der 6.1.2019. Kuratorinnenführungen durch die Cao-Fei-Ausstellung finden am 13.11., 4. und 11.12.2018 und am 8.1.2019 Staat. 

Als Highlights der Ausstellung sind Expertengespräche geplant. Verbindlich zugesagt haben für den 21.10. der Professor für Game Design, Tim Bruysten, für den 25.11.2018 der Direktor des Düsseldorfer Konfuzius-Instituts, Cord Eberspächer, und für den 13.1.2019 die Düsseldorfer Stadtbaurätin Cornelia Zuschke. Für eine Teilnahme ist es erforderlich, sich vorab beim Besucherservice der Kunstsammlung (service@kunstsammlung.de) anzumelden.

Details

Beginn:
6. Oktober 2018 | 10:00
Ende:
13. Januar 2019 | 18:00
Veranstaltungskategorie:

Ort

K21 STÄNDEHAUS
Ständehausstraße 1
Düsseldorf, 40217 Deutschland
+ Google Karte
Website:
http://www.kunstsammlung.de/
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6. Oktober 2018 | 10:00
Ende:
13. Januar 2019 | 18:00
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K21 STÄNDEHAUS
Ständehausstraße 1
Düsseldorf, 40217 Deutschland
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http://www.kunstsammlung.de/