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DOING THE DOCUMENT. FOTOGRAFIEN VON DIANE ARBUS BIS PIET ZWART

31. August 2018 | 10:00 - 6. Januar 2019 | 18:00

Museum Ludwig Köln

FOTOGRAFIENDIE SCHENKUNG BARTENBACH 

Im Kölner Museum Ludwig läuft derzeit (und noch bis zum 6. Januar 2019) eine Fotoausstellung mit Werken von 20 Künstlerinnen und Künstlern wie Diane Ar­bus, Walk­er Evans, Lee Fried­lan­der, Can­di­da Höfer, Ta­ta Ronkholz, Al­bert Renger-Patzsch, Au­gust San­der und Gar­ry Wino­grand. Die deutschen und amerikanischen Künstler eint, dass sie sich manchmal über Jahrzehnte hinweg den gleichen Motivkomplexen widmen, so dass für den Betrachter Entwicklungen und Interessenverlagerungen nachvollziehbar und deutlich werden. Nachfolgend werden einige Künstler der Ausstellung expliziter beleuchtet, auf die Sie und Ihre Traumfrau des Escort Köln einen gesonderten Blick werfen sollten. 

Diane Ar­bus (1923-1971) prägte mit ihren dokumentarischen Porträtfotografien von Amerikanern am Rande der Gesellschaft und von Menschen in genau dem Augenblick, in dem ihre Masken brüchig werden, Generationen von nicht zuletzt weiblichen Fotografiekünstlern. Ihr nachhaltiger Fokus auf die Außenseiter führte dazu, dass sie ein Jahr nach ihrem Tod als erste US-amerikanische Fotografin auf der Biennale in Venedig ausgestellt wurde. 

Der Kölner Fotograf und Filmemacher Boris Beck­er (*1961) widmet sich, nicht zuletzt in seiner eigenen Galerie, besonders Landschaften und der Architektur, wobei er sich auf Details, zufällige Muster und Strukturen sowie Momente konzentriert, die sich aus dem Empfinden von Realität herausheben. 

Karl Bloss­feldt (1865-1932) wird der Neuen Sachlichkeit zugerechnet. Bekannt ist sein Werk vor allem für seine graphisch-formalen Pflanzendarstellungen, in deren Ästhetik grundsätzlich Blossfeldts zeichnerische Ausbildung einen dominanten Faktor ausmacht. 

Walk­er Evans (1903-1975) gilt als Begründer der dokumentarischen Fotografie in Amerika; er inspirierte viele Künstler in der Wahl ihres Stils oder Sujets, nicht zuletzt Diane Arbus. Evans‘ Bilder zeigen Menschen auf der Straße, in Cafés, in Hotels. Geprägt sind die Darstellungen von poetischer Sensibilität, gepaart mit einem präzisen, unbestechlichen Blick für den Moment, der Evans‘ Beeinflussung durch den europäischen Formalismus häufig durchscheinen lässt. 

Der einsame Beobachter des amerikanischen „street life“, Lee Fried­lan­der (*1934) entwickelte eine visuelle Sprache der sozialen Landschaft. Zunächst stark beeinflusst von Walker Evans und Robert Frank, entwickelte er ein Gespür für Reflektionen, Rahmungen und Brüchen, die seinen kritischen Blick auf das Leben als wiederkehrende Motive im modernen Amerika zeigen. Nicht selten sind Friedlanders Reflektion oder Teile seines Schattens Bestandteil seiner Bilder. 

Florence Henri (1893-1982) war Pianistin und Malerin, bevor sie bei Moholy-Nagy zur Fotografin wurde. Von Paris aus arbeitete sie im Spannungsfeld von Bauhaus, Dada und Surrealismus und portraitierte Persönlichkeiten wie Arp oder Kandinsky. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete Henri sich erneut der Malerei; die Fotografie diente nur noch dem Broterwerb. Ästhetisch blieb sie den 1920er Jahren verpflichtet. 

Der 1937 geborene Brite David Hockney zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts, wobei er besonders für seine Gemälde bekannt ist. Weniger beachtet wurde, dass Hockney, der lange Zeit in den USA lebte, seit 1976 auch fotografierte. Bereits das Polaroid-Format nutzt eine dokumentarische Unmittelbarkeit, die sich weit von formalen, stilisierten Arbeiten entfernt, die ebenfalls den Anspruch vertreten, eine Realität abzubilden. Die stark subjektiven Bilder Hockneys spannen sich von Porträts bis zu Landschaftsaufnahmen. 

Can­di­da Höfer (*1944) begann noch mit Fotografien von Personen, wechselte dann jedoch zur Abbildung von menschenleeren Räumen – von Orten, die eigentlich erst durch die Anwesenheit von Menschen ihre Funktion erhalten: Ihre Abbildungen von Bibliotheken, Turnhallen, Museen, Zoos und Konzerthallen machen sie zu einer der erfolgreichsten Vertreterinnen der Düsseldorfer Fotoschule. So war Höfer 2002 auf der documenta sowie 2003 auf der 50. Biennale in Venedig vertreten. 

Gabriele und Hel­mut Noth­helfer (beide *1945) begannen mit ihrer Heirat 1973 ihr ausschließlich gemeinsames Schaffen. Ihre Motive sind Menschen, die ihre freie Zeit auf Festen, in Konzerten oder auf Demonstrationen verbringen. Der zunächst sozialkritische Fokus geriet mit der Zeit in den Hintergrund, um die ästhetische Kraft der Fotografie selbst sprechen zu lassen. Die deutschen Gesellschaftspanoramen wecken Assoziationen zum Werk August Sanders. 

Ta­ta Ronkholz (1940-1997) begann ihre berufliche Laufbahn als Möbeldesignerin, bevor sie bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Akademie zu studieren begann. Bereits zuvor hatte sie mit ihren strengen, schwarz/weißen Aufnahmen ihren Stil gefunden – zunächst fotografierte sie Werkstore, später in quasi-archivalischem Stil Industriebauten, aber auch Trinkhallen und Schaufenster des Ruhrgebiets, dem sie sich verbunden fühlte und dessen vergehende Welt sie in ihren Bildern zu bewahren suchte, ohne dabei Gefahr zu laufen, nostalgisch zu werden. 

Al­bert Renger-Patzsch (1897-1966) zählt zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Er war bereits mit 25 Leiter des Bildarchivs des Folkwang-Verlags und arbeitete später als Industriefotograf. Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Großteil seines Archivs zerstört; nach Kriegsende widmete sich Renger-Patzsch – sicher auch als Reaktion darauf – überwiegend der Naturfotografie. 

Au­gust San­der (1876-1964) war ein überaus erfolgreicher Porträt- und Dokumentarfotograf. Seine erste Publikation „Antlitz der Zeit“ (1929) machte ihn schnell bekannt und bahnte ihm den Weg zum Titel des vielleicht wichtigsten deutschen Porträtfotografen des frühen 20. Jahrhunderts. Als Jugendlicher in einer Mine arbeitend, kam er in Kontakt mit der Fotografie und zog dann über Linz nach Köln, wo er ein eigenes Studio eröffnete. Der Arbeiterbewegung verbunden, von den Nationalsozialisten stark in seiner Arbeit behindert, wurden die Mehrzahl seiner Negative erst 1946 bei einem Brand zerstört. Danach stellte Sander seine künstlerische Arbeit praktisch ein. 

Hu­go (1879-1938) und Karl Hu­go Sch­mölz (1917-1986) waren Architekturfotografen aus Köln. Der Vater wurde bald durch seine sorgfältig durchkomponierten, technisch überaus aufwändig realisierten Aufnahmen berühmt, die nach seinem frühen Tod vom 

Sohn ästhetisch nahtlos fortgeführt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentierte Karl Hugo Schmölz sowohl das zerstörte Köln als auch den Wiederaufbau der Rheinmetropole. 

Friedrich Seidenstücker (1882-1966) wechselte vom Maschinenbau zu Bildhauerei und Fotografie. Berlin, seine menschlichen und tierischen Bewohner hatten es ihm angetan, brachten ihm den Beinamen „Flaneur unter den Fotografen“ ein und sorgten für sein Auskommen – erst beim Ullstein-Verlag, später als unabhängiger Künstler. International beachtet wurden besonders seine dokumentarischen Aufnahmen des zerstörten Berlin. 

Wolfgang Tillmans (*1968) ist der jüngste Fotograf bei „Doing the Document“. Der Künstler lebte lange Zeit als erfolgreicher Fotograf in London und arbeitet nun wieder von Berlin aus. Von Porträts seiner Freunde und junger Leute arbeitet Tillmans inzwischen auch mit Landschaften, Stilleben oder Aufnahmen des Himmels. Sein politischer Blick verstellt dabei nicht jenen auf Realitäten; der Wunsch nach Ehrlichkeit gibt seinen Bildern oft dokumentarischen Charakter. 

Gar­ry Wino­grand (1928-1984) gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Vertreter der „street photography“. Seine in den 1960er Jahren begonnenen stilbildenden Aufnahmen des New Yorker Alltagslebens prägten Künstler wie die ebenfalls bei „Doing the Document“ vertretenen Arbus und Friedlander. Seine präzisen Kompositionen fanden mit Winogrands Übersiedlung nach Los Angeles ein Ende; seine neuen Arbeiten reflektierten nun Beschleunigung und Entfremdung. 

Der Niederländer Pi­et Zwart (1885-1977) war ein dem Grafischen verpflichteter Künstler. Der Industriedesigner und Typograf war ausgebildeter Architekt, der zunächst von De Stijl beeinflusst wurde, sich dann später mehr funktional ausrichtete und mit dem Bauhaus assoziiert wird. Zwart nutzte die Fotografie für seine Kunst ab 1926, wobei er zunächst fotografieren ließ, bevor er 1928 autodidaktisch selbst zu fotografieren begann. Hierbei dominierten seine Vorlieben, die besonders aus der Typografie stammten: Strukturen, Linien und Flächen, Rhythmisierungen durch Wiederholungen, durch Licht und Schatten. 

DIE AUSSTELLUNG IM KÖLNER MUSEUM LUDWIG

Allen Künstlern gemein ist das, worauf auch der Ausstellungstitel rekurriert: Der Prozess des Fotografierens – doing – und das Dokument, das Resultat dieses Vorgangs – document. Beide Begriffe stehen in einem unaufgelösten Spannungsverhältnis zueinander, bedingt doch bereits der analytische Blick, die „künstlerische Geste“ des Fotografierenden eine Interpretation, die der Dokumentation notwendig entgegenstehen müsste. Hier nun will das Museum Ludwig erneut die „Krise der Repräsentation“ im Dokumentarischen aller vorgestellten und einander gegenübergestellten Künstler aufzeigen und auf ihre Potenziale hin untersuchen. Einzelne Künstler haben sich nachweislich aufeinander bezogen, aneinander orientiert oder sind bereits gemeinsam ausgestellt worden. Durch die Ergänzung um andere sowie die Komplexität der gezeigten Arbeiten entstehen neue Spannungsbögen, denen die Besucher nachspüren sollten. 

SCHENKUNG DER KÖLNER FAMILIE BARTENBACH

Das Zustandekommen dieser komplexen und einzigartigen Ausstellung ist einer überaus großzügigen Schenkung durch die Familie Bartenbach zu verdanken. Mehr als 200 Werke deutscher und amerikanischer Meister ergänzen die Sammlung des Museum Ludwig, die zudem die systematische Erforschung der Künstler sowie ihrer gegenseitigen Beeinflussungen und Interferenzen ermöglichen wird. Die Bartenbachs haben, im Gegensatz zu vielen Sammlern, keine Einzelwerke erworben, sondern ganze Bestände von Künstlern erworben, was nun die Präsentation von Werkserien, Entwicklungen und Tendenzen erlaubt. Ein erster Versuch wurde mit dem 160-seitigen zweisprachigen Ausstellungskatalog unternommen, in dem Ursula und Kurt Bartenbach selbst zu Wort kommen. 

Die Ausstellung der zwanzig Fotografinnen und Fotografen ist mit einem Besuch kaum zu erfassen; es bietet sich an, ihr mehr Zeit zu widmen. Für diejenigen, denen das nicht möglich ist, kann nur empfohlen werden, sich diese in kompetenter, aufgeschlossener Begleitung zu erschließen. Im Gespräch und bei einer entspannten Nachbereitung in angenehmer Atmosphäre, beispielsweise in Begleitung einer attraktiven Dame des Escort Köln, lässt sich das Gesehene besser verarbeiten und begreifen. Unsere Agentur zählt zu einen der ersten Ansprechpartner, sollte eine kultivierte Begleitung für dieses Erlebnis gesucht werden.

Details

Beginn:
31. August 2018 | 10:00
Ende:
6. Januar 2019 | 18:00

Ort

Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz
Köln, 50667
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31. August 2018 | 10:00
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Heinrich-Böll-Platz
Köln, 50667
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