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15. BIENNALE ISTANBUL

16. September 2017 - 12. November 2017

Biennale Istanbul

Ein Kunstspektakel in Istanbul, in Zeiten von Repression und Zensur – wie kann das gehen, werden Sie und Ihr Escort München sich fragen? Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan verleumdet Künstler jeglicher Couleur als faules, alkoholisiertes Kulturgesindel und ist sicher der kritischen Gegenwartskunst ebenso wenig zugetan. Er träumt von einer „neuen Türkei“ und einer türkischen Nationalkultur, von der niemand so recht weiß, wie sie aussehen soll. Er weiß allerdings ganz sicher, dass der unmoralische Lebensstil der Künstler und die Verstöße gegen das Türkentum seinen Traum torpedieren. Doch die türkische Kulturszene setzt sich dem Autokraten entgegen: Die renommierte Istanbul Biennale, die wichtigste Kunstmesse des Landes, hält zusammen mit Museen, Galerien und der Messe „Contemporary Istanbul“ etwas entgegen, nämlich das größte Kunstspektakel seit den Protesten im Gezi-Park. Neben dem Instanbul Modern, wartet die Biennale mit weiteren fünf Orten auf, an denen es kluge, teilweise brillante Kunst zu sehen gibt, die in ihrer Ausprägung oft subtile Zeichen aus dem Untergrund übermittelt. Im Fatih, am Goldenen Horn, einem islamisch geprägten Stadtteil, hat die Künstlerin Monica Bonvicini in einem mehr als 500 Jahre alten Hammam, eines der ungewöhnlichsten Werke der Biennale geschaffen: Einen Nachbau der Kaaba, also des Allerheiligsten im Islam, bestehend aus schwarzen Gürteln, die zu einem Würfel formiert sind. Und diese Gürtel laden zu Assoziationen ein, die der konservative Teil der Türkei am liebsten aus dem Leben verbannen oder ausweiten würde: Erotik, Mode, Bestrafung und Unterdrückung? Klug ist außerdem der Trailer gemacht, mit dem die Biennale für sich wirbt: Sie und Ihr Escort München werden von Vogelgeschrei über dem Bosporus eingenommen, lauschen dem Tuten der weißen Fährschiffe und blicken von oben auf den Galata-Turm. Tourismus und Idylle pur, als existiere keine Drangsalierungs- Politik oder der Kunstbetrieb.

Gute Nachbarn helfen einander

Sie und Ihr Escort München werden es heute kaum glauben: Es gab eine Zeit, in der der Staatspräsident der Kunst sogar geholfen. Um die Jahrtausendwende herum, gestaltete sich der Istanbuler Immobilienmarkt als schwierig. Doch mit der Unterstützung des neuen Premier Erdoğan, konnte für den Neubau des Istanbul Modern eine Immobilie direkt am Meer gesichert werden. Heute muss sich das Museum nach einem neuen Ausstellungsort umsehen, denn auf dem Gelände soll ein Yachthafen gebaut werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! „A good neighbour“ lautet das Motto der Biennale Istanbul – und wirft Fragen auf: Ist mit dem guten Nachbar die Türkei gemeint? Ist das Motto als politisches Signal zu werten? Sollte hier eine feelgood-Biennale präsentiert werden, die keinem wehtut, schon gar nicht der Regierung? Fakt ist: Mit diesem mehr als undurchsichtigen Motto gerät man nicht ins Visier der Oberen und schafft es doch Beziehungen zueinander herzustellen.

An der Biennale nehmen 56 Künstler aus 32 Ländern teil und fast alle beherrschen die Sprache der Ambivalenz, die wirklich politisch daherkommt. So wie bei Künstlerin Burcak Bingöl –  sie installierte weiße, elegante, aus Porzellan bestehende Überwachungskameras in den Straßen von Istanbul. Sie sind mit Blumenmotiven verziert, wie sie im Osmanischen Reich gang und gäbe waren. Diese Porzellankameras funktionieren zwar nicht; aber sie werfen ein merkwürdiges Licht auf den öffentlichen Raum. Sie und Ihr Escort München fragen sich jetzt wahrscheinlich: Kann man in diesen bewegten Zeiten, vorbehaltlos zur Istanbul Biennale fahren? Vielen erscheint fraglich, ob eine Türkei-Reise überhaupt zu rechtfertigen ist oder wie sie sich positionieren sollen, gegenüber einer Regierung, die Unterdrückung zu ihrer Rechtsform gemacht hat?

Istanbul – ein Ort ewiger Wandlung

Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk ruft zur Unterstützung auf: „Kunst kann Teil eines Heilungsprozesses sein, und sie nimmt den Leuten die Angst.“ Noch nie brauchte die Kunstszene in der Türkei die Solidarität der internationalen Kunstschaffenden so sehr wie heute. Kann man da wirklich zuhause bleiben und der Biennale guten Gewissens den Rücken kehren? „Bir doğru saat, yetmiş sene namazdan değerli“ – dieses türkische Sprichwort bringt die Situation in der Türkei auf den Punkt. Es bedeutet „Eine Stunde Gerechtigkeit ist mehr als siebzig Jahre Gebet“. Istanbul, das ist die Hauptstadt von Königreichen und Kulturen, die Brücke zwischen Ost und West. Die Stadt ist fast 3000 Jahre alt und trotzdem hochmodern. Erkunden Sie und Ihr Escort München die aufregendste Metropole der Welt mit allen Sinnen, ein Aufenthalt im Çırağan-Palace Kempinski Istanbul rundet Ihre geschichtsträchtige Reise ab. Das eindrucksvolle Luxushotel ist in einem ehemaligen ottomanischen Palast mit Blick auf den Bosporus untergebracht. Die stilvollen Zimmer mit gehobener Ausstattung, verfügen über einen Balkon und gewähren außerdem Blick auf die Meerenge. Die Suiten warten mit einem zusätzlichen Wohnbereich auf. Zu den weiteren Einrichtungen gehören ein beheizter Infinity-Pool, ein schicker Barbereich im Freien und vier elegante Restaurants mit Blick aufs Wasser. Selbstverständlich verfügt das Luxus-Hotel über einen Hubschrauberlandeplatz, ein Fitnesscenter und ein Spa mit Hamam, indem Sie und Ihr Escort München in entspannter Atmosphäre das Erlebte reflektieren können.

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Details

Beginn:
16. September 2017
Ende:
12. November 2017

Ort

Biennale Istanbul
Istambul,Türkei
Webseite:
http://15b.iksv.org/home