„Shame“ aus dem Jahr 2011, von Regisseur Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem Schauspieler), erzählt die Geschichte von Brandon, Mitte 30, attraktiv, erfolgreich, sexsüchtig. Verkörpert wird dieser von Michael Fassbender, der schon in McQueens Erstlingswerk „Hunger“ und seinem letztem Oscar-prämierten Film „12 Years a Slave“ die Hauptrolle spielte. Verkörpern ist hier ein besonders treffender Begriff, denn Fassbender ist überwiegend Körper, der auf andere Körper trifft. Die Körper sind makellos und haben eine fast schaufensterpuppenhafte Qualität.

Der Zuschauer erfährt wenig darüber, wo Brandon herkommt, was ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Im Film wird weniger gesprochen als gezeigt und der visuelle Anteil erzählt mehr über die Hauptfigur als der Dialog. Schöne Menschen wechseln sich ab mit anderen schönen Oberflächen: Das schicke Apartment, das moderne Büro, die edlen Bars – alle Räume teilen eine showroomartige Atmosphäre von Anonymität und Austauschbarkeit. Brandon bewegt sich selbst in seiner eigenen Wohnung wie ein Gast, er wirkt verloren zwischen den kantigen Designer-Möbeln. Die Bilder von ihm in weitläufigen Räumen lassen ihn aussehen, als sei er Darsteller in einem Theaterstück, das er nicht versteht, als sei er gezwungen worden, einen Part zu spielen, für den er sich nicht beworben hat.

McQueen war erfolgreicher Künstler, bevor er in das Regiefach wechselte. Sein Kunst-Hintergrund hat scheinbar eine besondere Sensibilität für Bilder geprägt, für Farben, Settings und die Stimmungen, die diese beim Betrachter erzeugen. Nichts ist dem Zufall überlassen. Die Ästhetik von „Shame“ ist ein großflächiges Gemälde aus dominierenden, kühlen Blau-Tönen, die sich hin und wieder mit einem wärmeren und gleichzeitig trotzdem künstlich wirkenden Gelb abwechselt. Gold schimmernd ist das Licht in den Bars, wie das Verkaufslicht in exklusiven Geschäften, in das Waren getaucht werden, um sie besonders verführerisch erscheinen zu lassen.

Kernkonflikt von „Shame“: Brandons exzentrische Schwester platzt in sein Leben 

Die wichtigste Nebenfigur des Films ist Sissy, die Schwester des Protagonisten. Sie erscheint ähnlich orientierungslos und unglücklich, ist aber extrovertierter in ihrem Leid. In einer der eindringlichsten Szenen singt sie den Klassiker „New York, New York“, eine melancholische, düstere Interpretation, in einer der warm leuchtenden Bars, im gold-glitzernden Kleid, und Brandon zeigt zum ersten Mal im Film eine klare Gefühlsregung: Eine Träne läuft ihm über das Gesicht. Was ihn rührt oder traurig stimmt, wird nicht klar aufgelöst, lässt sich nur im Subtext vermuten.

Sissys forderndes Verhalten zwingt den immer kontrolliert handelnden Brandon dazu, zumindest für einen kurzen Moment aus seiner harten Schale auszubrechen und führt so zum dramatischen Höhepunkt 

Brandon reiht sich ein in die Liga der großen Anti-Helden des neuen amerikanischen Kinos,  zugleich Verlierer und Gewinner einer hyperkapitalistisch geprägten Gesellschaft, die sich an einem schnellen, kaufbaren, scheinbar für alle und jederzeit verfügbarem Glück orientiert:

Wie „American Psychos“ exzessiv feiernder und mordender Patrick Bateman, „Fight Clubs“ namenloser, sich bis zur Bewusstlosigkeit prügelnder Protagonist –

Alle drei sind einsame Männer, die für sich auf unterschiedliche und doch vergleichbar extreme Weise die Selbstzerstörung als letzte Erlösung wählen.

Kuratorin Katia Baudin machte es zur Eröffnung der Ausstellung Fernand Léger: Malerei im Raum deutlich: Der französische Kubist muss immer auch in Bezug zu Raum und Architektur gezeigt werden, schließlich besteht ein Großteil seines Werkes aus Kunst am Bau. Die Kölner Schau ist die erste Ausstellung, die Légers Wandbilder in den Fokus stellt, ausgehend von Les ploungers, welches seit 30 Jahren den Treppenaufgang des Museum Ludwig dominiert. 

Fernand Léger war ein vielseitiger Künstler. Neben der Malerei drehte er Filme, entwarf Bühnenbilder, Kostüme, Kirchenfenster und er schuf Wandgemälde für Privathäuser und öffentliche Gebäude wie die UN-Verwaltung in New York. Gleich zu Beginn der Ausstellung wird dem Besucher klar, dass hier die Chance auf eine visuell überwältigende Bildungsreise besteht, die nicht nur Léger zeigt, sondern auch historisch umfassend erzählt. Im 40. Jubiläumsjahr des Museumsbaus wirft die Ausstellung ein neues Licht auf Légers Œuvre und legt den Fokus auf die Wandgemälde und Wandmalereien des Künstlers.
Schon 2005 präsentierte das Museum Ludwig die Ausstellung Max Beckmann. Fernand Léger- Unerwartete Begegnung und setzte die beiden großen Figurenmaler des 20. Jahrhunderts in Kontext. Dabei wurde auf fantastische Weise der Blick auf überraschende Gemeinsamkeiten der Werke offenbart. Die Künstler sind sich dennoch nie persönlich begegnet. Augenfällig in beiden Œuvres sind ähnliche Bildlösungen, wie schwarze Konturlinien, in den Raum gestaffelte Kompositionen und die raumgreifende Körpergestaltung. Beide trugen sich offensichtlich mit gleichen Formenproblemen. Unübersehbar ist auch die Schwerelosigkeit des Bildpersonals, das taumelnd, schwebend, stürzend um einen nicht sichtbaren Mittelpunkt kreist. So entstehen Bildräume, die nichts mehr mit einem traditionellen, meist horizontal verlaufenden Bühnenraum gemeinsam haben.

Mit der aktuellen Ausstellung wird der Blick auf den gebauten Raum gelenkt und gezeigt wie sich der gelernte Architekturzeichner Léger höchst intensiv damit auseinandersetze. Auch die enge Verbindung zu Architekten wie Le Corbusier, wird erst mit dieser Ausstellung deutlich. Um seiner Leidenschaft, ortsgebundener, öffentlicher Wandmalerei nachgehen zu können, waren Kontakte zu Architekten unabdingbar. Malerei im Raum erkundet die Ergebnisse dieses Dialogs und verfolgt Légers Entwicklung von den frühen zwanziger Jahren bis zu seinem Tod 1955.

Fernand Léger – Ein genreübergreifender Visionär 

Der am 4. Februar 1881 in Argentan (Normandie) geborene Léger ist dank Irene und Peter Ludwig auch Kölner. Auf seinem Wandgemälde Les ploungers (Die Taucher) von 1942, das seit Eröffnung des Museumsneubaus 1986 das Treppenhaus ziert, tummeln sich somnambule, gliedmaßenlose Wesen. Das Wandgemälde war eigentlich für das Privathaus des New Yorker Architekten Wallace K. Harrison (1895-1981) konzipiert und gab den eigentlichen Ausschlag für die Ausrichtung der Ausstellung.

Die Großpräsentation lässt fasst nichts aus: Zu sehen ist eine faszinierende Sammlung von Projekten, die zeigen wie vielfältig Léger mit anderen Künstlern, Architekten und Designern zusammenarbeitete. Temporäre und permanente malerische Eingriffe bei Häusern, Wohnungen, Kirchen, Schiffen und bei Weltausstellungen, darunter auch Werke, die noch nie ihren Entstehungsort verlassen haben, werden ergänzt durch Gemälde, Skulpturen, Projektskizzen und Archivmaterial.

Angereichert werden die ausgeführten Arbeiten mit einer Auswahl von nicht realisierten Wandgemälden, Skizzen und Entwürfen, die durch Zeitdokumente kontextualisiert werden. Ebenfalls zu sehen sind grafische Arbeiten, Wandteppiche und Teppiche, Kostüm- und Bühnenbildentwürfe sowie experimentelle Filme.


Fernand Léger – Erste Liebe: Architektur

Von 1897 bis 1899 absolviert Léger eine Lehre bei einem Architekten in Caen. Er geht um 1900 nach Paris und arbeitete bei einem Architekturzeichner. Nachdem er seinen Militärdienst abgeleistet hatte, studierte er nach Ablehnung an der „École des Beaux-Arts“ sowohl an der „École des Arts décoratifs“ und der „Académie Julian“.

Zu Beginn seiner Karriere ist Léger besonders beeinflusst vom Impressionismus Paul Cézannes, dessen Ausstellung er 1907 besuchte und tief beeindruckt war. Cézanne zählt aus kunsthistorischer Sicht zu den Wegbereitern der Klassischen Moderne. Ab 1909 besitzt Léger ein Atelier in der Künstlerkolonie La Ruche in Paris und entwickelt dort seinen ganz eigenen kubistisch geprägten Stil. Er verwendet in seinen Arbeiten nun die einfachsten geometrischen Formen wie Zylinder, Kubus und Kegel.

Diese Entwicklung stellt er 1911 beim Salon des Independents unter Beweis und positioniert sich als bedeutender kubistischer Maler.

Exkurs Kubismus

Der Begriff Kubismus leitet sich vom lateinischen Wort „cubus“ (Würfel) ab. Primär behandelt der Kubismus die künstlerische Reduzierung eines Objektes auf geometrische Figuren wie Kegel, Pyramiden oder Kugel. Das Genre entsteht zwischen 1906 und 1908; zu den wichtigsten Vertretern gehören Pablo Picasso, Georges Braque und Juan Gris.

Im Jahre 1912 sind Fernand Légers Werke zum ersten Mal in der Galerie Kahnweiler zu sehen. Mit dem deutsch- französischen Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler (1884-1979) schließt er im darauf folgenden Jahr einen Vertrag. Der Galereist arbeitete lange Jahre mit Pablo Picasso zusammen und erlangte Bekanntheit, weil er mit vielen wichtigen Künstlern der Zeit Exklusiverträge geschlossen hatte. Darunter Georges Braque, André Derain und Maurice des Vlamick, später folgten Juan Gris, Henri Laurens und eben Fernand Léger. 1920 erschien Kahnweilers erstes kunsttheoretisches Buch Der Weg zum Kubismus, der das Denken über moderne Kunst entscheidend beeinflusste. Im selben Jahr lernt Léger seine zukünftige Frau Jeanne-Augustine Lohy kennen und bezieht sein Atelier auf dem Montparnasse.

Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1917, bei dem der Künstler nur knapp einem Senfgaseinsatz entkommt, betritt er 1918 die période mécanique – die mechanische Periode, in der er technische Gegenstände wie Schrauben oder Kurbelwellen malt. Diese Phase ist nicht zuletzt auch durch seine Kriegserfahrungen beeinflusst. Nach 1918 entsteht die legendäre Bilderreihe zur Welt der Großstadt.

Fernand Léger – Rot und Blau- „Farben so elementar wie ein Beefsteak“

Fernand Léger selbst reist erst im Jahr 1931 zum ersten Mal in die USA. Schon 1924 entsteht in Zusammenarbeit mit Dudley Murphy (1897 – 1968) und Man Ray (1890 – 1976) der Experimentalfilm Le ballet mécanique. Seine erste Einzelausstellung in New York folgt ein Jahr später.

Weitere kurze Aufenthalte folgen in den Jahren 1935 und 1938/39, während des letzten führt er die Wandgemälde in Nelson Rockefellers New Yorker Appartement aus. Doch nicht alle seine Utopien kann Léger umsetzen: So scheitert sein Plan, zur Pariser Weltausstellung 1937 die Stadt zu einer weißen Bühne zu machen. Nur die Straßen sollten aber in rot und blau erstrahlen, der Eiffelturm sollte „ganz Licht“ werden.

Nach dem deutschen Überfall auf Frankreich im Frühjahr 1940, emigrierte der Künstler nach New York und lebt dort bis 1945. Er unterrichtet an der Yale University in New Haven und fertigt 1942 im Auftrag des Architekten Wallace K. Harrison das Wandbild Le plongeurs für dessen Haus auf Long Island an. Während dieser Jahre in den USA nimmt Léger an der Ausstellung Artists in Exile in der Pierre Matisse Gallery teil und zeigt eine Einzelausstellung in der Galerie Dominion im kanadischen Montreal. In dieser Zeit entstehen 57 Gemälde und 125 Arbeiten auf Papier.

„Die Farbe ist als Grundstoff für den Menschen ebenso unabdingbar wie Wasser und Feuer“.

Fernand Léger

In New York entwickelt Léger eine neuartige Methode zur Kolorierung seiner Bilder, die auf die bunten Scheinwerfer der Leuchtreklamen referieren. Aus diesem Beleuchtungseffekt erwuchs die malerische Konsequenz, die Léger einzigartig machte: Ohne Rücksicht auf das Sujet, begann er seine Bilder mit unregelmäßigen Farbflächen zu überziehen. Das heißt: Alle Gegenstände und Menschen waren nun nicht mehr an das naturgegebene Farbschema gebunden. Er postulierte: „Die Farbe hat eine Realität in sich selbst“. Dieses Prinzip eignet sich vor allem für Kunst am Bau, zu der sich Léger besonders hingezogen fühlte.

Fernand Léger – Auch am Ende bleibt die Liebe zum Bau

1945 verlässt der Künstler sein New Yorker Exil und kehrt nach Frankreich zurück. Er wird Mitglied der Kommunistischen Partei. In der Galerie Louis Carré zeigt er im darauffolgenden Jahr sein Œuvre d’Amerique 1940 – 1945, das mit dem Hauptwerk
Adieu New York wohl seinen Abschied von Amerika symbolisiert.

Immer wieder zeigt die Ausstellung auch die Fehlschlüsse Légers, zu nennen sei hier das ungebaute Studentendorf in Südfrankreich. Katia Baudin gelingt es dennoch immer wieder den Blick zurück auf die menschenfreundlichen Utopien des Künstlers zu lenken: Er gestaltete Mosaike und Glasfenster für die Kirchen in Assy und Audincourt. Seit 1949 beschäftigt er sich ebenfalls mit Keramikgestaltung. Nicht genug? Nein: Einen Teil seines Lebensunterhaltes verdient sich Léger mit dem Fälschen von Kunstwerken.

Fernand Léger stirbt am 17. August 1955 in Gif-sur-Yvette in seinem Atelier. Kurze Zeit zuvor ehrte ihn die Biennale in São Paolo mit dem Malerpreis. Posthum sind seine Werke auf der documenta I (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964) in Kassel zu sehen. Erst im Jahre 2008 zeigt die Foundation Beyeler in Rien die Retrospektive Fernand Léger Paris – New York und präsentiert so einen Gesamtüberblick über Légers Schaffensjahre von 1912 bis 1955.

Excellent Escort meint:

Nutzen Sie die Chance und schauen Sie sich vom 9. April bis zum 3. Juli 2016 die erstaunliche Anzahl von Arbeiten eines der vielfältigsten und einflussreichsten Künstler der Moderne an. Katia Baudin und ihr Team haben in zweijähriger Vorarbeit  rund 170 Werke sowie umfangreiches Quellenmaterial mit bedeutenden Leihgaben aus wichtigen europäischen und amerikanischen Sammlungen zusammengetragen, die uns auch die weniger bekannten Facetten des Universalkünstlers Fernand Léger nahebringen.

Museum Ludwig | Heinrich-Böll-Platz | 50667 Köln
+49 221 22126165 | www.museum-ludwig.de

The Chedi Andermatt

© The Chedi Andermatt

Eh man sich versieht, neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Auch wenn man gedanklich noch im Sommer verweilt, kann man nichts dagegen tun: Wir befinden uns inmitten der kalten Jahreszeit, welche definitiv auch faszinierende Seiten zu bieten hat. Zwar sind wir momentan vom Winter Wonderland Feeling meilenweit entfernt, schreiben kann man, Gott sei Dank, immer über alles, vor allem aber träumen. Wer also gerade dabei ist, seine Winterziele zu definieren, kommt eigentlich nicht drumherum, in den schönen und etwas stiefmütterlich behandelten Kanton „Uri“ zu fahren. Mit Uri Geller hat er freilich wenig zu tun – um das Verbiegen von Löffeln geht es hier mitnichten. Ihre Hoffnungen sind zerschlagen? Kein Problem. Gerade mal 90 Autominuten von Zürich – einer meiner Lieblingsstädte – entfernt, liegt Andermatt. Gleich am Fuße des Gebirges Gemsstocks handelt es sich mitnichten um einen Glamour-Ort à la Gstaad oder St.Moritz; hier knubbelt es sich (noch) nicht, hier ist man Mensch und darf es sein. Der Ort setzt nicht darauf, sich zu produzieren und ist fern von dem uns all bekannten „Sehen und gesehen werden“. Nein, das Dörfchen „macht sich gerade“ und soll nicht mehr nur für den Standort der Schweizer Armee bekannt sein. Schnappen Sie sich also ihre Gattin oder, wenn es erholsam und knisternd werden soll, ein passendes Substitut. Erleben Sie Großzügigkeit, die auf beachtenswertes Design sowie eine äusserst raffinierte Küche trifft. Vielleicht sind es momentan sogar die schönsten und modernsten Gästezimmer, die Ihnen in der Schweiz begegnen werden.

 
Alpines Design trifft auf asiatische Wohnkultur
Zugegeben: Irgendwie gibt es schon alles und irgendwie hat man alles schon mal gesehen. Was kann man also anders machen? Man kann zwei Welten aufeinander treffen lassen, die sonst herzlich wenig miteinander gemein haben. Die Verbindung alpiner und asiatischer Architektur und Designs führt in diesem Fall zu einem neuen Alleinstellungsmerkmal. Der Architekt Jean-Michel Gathy sowie das Büro Denniston Architects gaben sich allergrösste Mühe, einen geradlinigen, sauberen Look mit gemütlicher Wohlfühlstimmung zu vereinen.

 
Liebe zum Detail führt zu Perfektion – eine Schweizer Spezialität
Es sind die vielen liebevollen Details, die eine warme Atmosphäre erst entstehen lassen. Auch hier lautet das Motto „Gewusst wie“. Mit billiger Kunst und eben solchem Krempel fühlen sich die Wenigsten wohl – es ist das Händchen für Details und das Verständnis der Wünsche gut zahlenden Klientels. Die eigenen vier Wände hinter sich zu lassen und sich doch heimisch zu fühlen, ist und bleibt für Hoteliers der Extraklasse eine Herausforderung, die täglich anzugehen ist. Für das warme und einladende Gefühl sorgen ganze 196 Kamine, die einem immer wieder im Hotel begegnen und aus denen es nur so knistert – romantischer kann es nicht sein. Viel edles Holz, dazu warme, einladende Farben und vielfältige natürliche Materialien wie Leder oder Naturstein sorgen dafür, dass das Ambiente, trotz klaren Designs, nicht zu kühl erscheint. Eine Fußbodenheizung sorgt für gleichmässige Wärme im Raum – für diejenigen, die gerne barfuß laufen, ist es natürlich ein Traum…wenn, ja wenn man keine Angst vor Fußpilz oder ähnlichen Begleiterscheinungen hat. Wenn es jemanden gibt, der darauf achtet, dass Ihre Füße den Boden nur geschützt betreten, ist es vielleicht Liebe.

Insgesamt könnten Sie sich theoretisch in 123 Zimmern und Suiten austoben, praktisch würde eine Räumlichkeit absolut genügen, es sei denn, sie reisen im Harem an. Frauen und Pflege sind natürlich immer ein Thema für sich: Die einen lieben es, die anderen empfinden es als notgedrungenes Übel. Für Erstgenannte hält das Hotel eine hochwertige Pflegelinie von Acqua di Parma bereit – strapazierte Winterhaut will schliesslich gut behandelt werden. Eine zarte Babyhaut muss nicht unbedingt ein Privileg von Säuglingen bleiben. Hüllen Sie sich danach in eine herrliche Kaschmirdecke, bedienen sich aus der gut sortierten Mini-Bar und lassen sich den Room-Service kommen. Für müde Knochen hält der perfekt ausgestattet Spa-Bereich so einige Überraschungen bereit. Dorf -oder Bergblick? Das bleibt ganz Ihnen überlassen und ist auch hier eine Frage des Budgets. Warum soll man sich nur in Frankreich oder im weißen Kittel gottähnlich fühlen – es ist gerade hier ganz hervorragend möglich.

 
Behagen im Magen – Schweizer Kulinarik at its best!
Dass die Schweizer Hotellerie zu den weltweit besten zählt, ist längst bewiesen. Berühmt ist hier vor allem die Kombination aus Sauberkeit, Genauigkeit, Vielfalt, Innovation, Disziplin und der Blick für den einzelnen Gast und dessen Bedürfnisse. Ob es nun die Schweizer oder die asiatische Küche sein soll, sei Ihnen überlassen. Was darf es denn sein? Käsesuppe und Rösti oder die asiatische Aromenvielfalt? Alles mundet köstlich, gerade auch durch die verschiedensten Weine, die u.a. auch aus der Schweiz stammen. Einen edlen Tropfen in Ehren soll man schliesslich nie verwehren. Abtrainieren können Sie die überflüssigen Pfunde auf dem anliegenden 18-Loch-Championship Golfplatz, der von Kurt Rossknecht – einem bekannten Golfplatzarchitekten – gestaltet wurde oder aber auch im bestens ausgestatteten Fitnessraum. So kann man es doch machen: Skifahren im Winter und Golfen im Sommer. Das ist ein bisschen wie im Escort…im Winter die kühle Blonde, im Sommer die rassige Brünette – ein bunter Fächer voller Möglichkeiten.

Heuer ist das The Chedi Andermatt zum zweiten mal in Folge zum „Besten Winterhotel in der Schweiz“ gewählt worden. Es ist also definitiv Zeit, sich wieder etwas Gutes zu tun und sich für das anstrengende Jahr zu belohnen. Im Übrigen macht solch ein Hotel auch alleine Freude – langweilen wird man sich unter Garantie nicht.

THE CHEDI ANDERMATT
Gotthardstrasse 4
CH-6490 Andermatt
Schweiz
T +41 (41) 888 74 88
F +41 (41) 888 74 99

Allgemeine E-mail: info@chediandermatt.com
Reservierung E-mail: reservations@chediandermatt.com

Wie viele von Ihnen sicher bereits mitbekommen haben, möchte sich die Organisation für Menschenrechte „Amnesty International“ nun gezielt und vehement für die Entkriminalisierung und damit auch für die endgültige Legalisierung der Prostitution einsetzen. So stimmten 400 Delegierte aus 70 Nationen bei einer Zusammenkunft des Amnesty International Rates in Dublin für genau diese Position ab. Wer wie genau gestimmt hat, ist unbekannt. Fakt ist aber, dass diese Entscheidung wegweisend ist – nicht nur für Prostituierte, sondern auch für Bordellbetreiber sowie Zuhälter. Der Grund für diesen schon fast historischen Beschluss liegt darin, dass Prostituierte schon seit jeher als geächtete Randgruppe gelten, in der Diskriminierung, Missbrauch und Gewalt oft an der Tagesordnung stehen.

Warum ist das nun so? Viele mögen es nicht glauben, aber nicht überall herrschen solch paradiesische Zustände wie in Deutschland. Hier ist Prostiution legal – jeder kann genau die sexuelle Leistung in Anspruch nehmen, die auf ihn zugeschnitten ist und zahlt den Preis, den er für angemessen erachtet. Der eine geht gerne ins Bordell, der andere bucht gerne im High Class Escort Bereich – für jeden ist also das Passende dabei. Seit 2001 ist das Prostitutionsgesetz rechtskräftig und ermöglicht Prostituieren hierzulande ein absolut freies und bestenfalls gemütliches Nachgehen der Tätigkeit. Nachfolgend einige Informationen zum Prostitutionsgesetz:

„Das Prostitutionsgesetz (Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten – ProstG) ist ein aus drei Paragraphen bestehendes Bundesgesetz in Deutschland, das die rechtliche Stellung von Prostitution als Dienstleistung regelt, um die rechtliche und soziale Situation von Prostituierten zu verbessern. Das Gesetz wurde am 20. Dezember 2001 verkündet und gilt seit dem 1. Januar 2002 (BGBl. I 2001, S. 3983; FNA 402–39). Gleichzeitig wurden das Strafgesetzbuch (StGB) in § 180a (Ausbeutung von Prostituierten) und § 181a (Zuhälterei) dahingehend geändert, dass das Schaffen eines angemessenen Arbeitsumfeldes nicht mehr strafbar ist, solange keine Ausbeutung von Prostituierten stattfindet.“ (Quelle: Wikipedia).

Nun gibt es aber einige Länder, in denen Prostitution strikt verboten ist und dann natürlich keine rechtliche Handhabe gegen Täter existiert. Dass das eine Menschenrechtsorganisation auf den Plan ruft, liegt somit klar auf der Hand, da es hier tatsächlich um die Rechte, aber auch um die Würde eines Menschen geht. Dennoch muss hier genauestens differenziert werden, da es bei dieser Grundsatzentscheidung nicht um die generelle Legalisierung der Prostitution geht, also nicht darum, dass der Staat durch Gesetze eingreift und reguliert, sondern darum, dass Prostituierte für ihre Tätigkeit nicht mehr bestraft werden dürfen. Einvernehmlicher Sex gegen Bezahlung dürfe also nicht mehr geahndet werden. Die logische Schlussfolgerung ist natürlich, dass weniger bis hoffnungsvollerweise keine körperliche Übergriffe stattfinden und Tätern die Grundlage für körperlichen Missbrauch oder Diskriminierung genommen wird. Prostituierte erhalten also eine Stimme und wären dann in der Position, sich öffentlich zu wehren und Hilfe von den zuständigen Stellen/ Behörden in Anspruch zu nehmen.

Wie überlall im Leben sagen die einen so, die anderen so. Die Grundsatzentscheidung schlägt Kritikern deftig auf’s Gemüt und so werfen die Gegner Amnesty International vor, nicht mehr glaubwürdig zu sein und den Namen „ernstlich zu beschmutzen“ – so das Bündnis der Koalition gegen Frauenhandel (CATW), dem die Causa ein offener Brief der Entrüsung und einige klare Worte durchaus wert waren. Eine Online-Petition, die von über 8.500 Gegnern unterzeichnet wurde, u.a. auch von bekannten Schauspielern, Prominenten, Ärzten etc., zeigen auf, wie konservativ und engstirnig das Thema bis heute betrachtet wird. Taina Bien Amie, die, der CATW vorsteht gab der Nachrichtenagenur AFP hierzu ein Interview und stellte klar: „Es ist wirklich wichtig, dass Amnesty versteht, dass die Welt auf sie schaut und sie wirklich enorm an Glaubwürdigkeit als Menschenrechtsorganisation verlieren würde, wenn das unterstützt wird“. „Das“ hat also nocht nicht mal einen Namen und alleine hieran erkennt man das allgemeine und äusserst „fortschrittliche“ Stimmungs-und Meinungsbild sehr deutlich.

Excellent Escorts ist der Meinung, dass der Vorstoß von Amnesty International längst überfällig war und hilft, Prostitution in einem anderen Licht zu sehen. Dass sich einige über den Beschluss des Rates mokieren, war absolut absehbar, aber – wie so oft im Leben – kann man nicht immer mit zweierlei Maß messen und sollte den Blick für das Wesentliche nicht verlieren. Prostitution ist ein Beruf, der schon seit jeher existiert und von allen in Anspruch genommen wird. Am Ende ist es, wie immer, niemand gewesen und selbstverständlich wäscht jeder seine Hände – gerne nach getaner Tat – in Unschuld. Ein wenig ist das wie bei den „Drei Affen“: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Nicht wissen, nicht wollen, nicht unternehmen – das sind die Attribute, die die Königsdisziplin gerader derjenigen sind, die am lautesten dagegen ankämpfen. Wie hieß es noch gleich in Shakespeare’s „Sommernachtstraum“ – „Gut gebrüllt, Löwe“. Nun ist gut gebrüllt, aber oftmmals nicht schlau gedacht. In diesem Sinne hofft Excellent Escorts auf gute Ergebnisse und wünscht allen Beteiligten angenehme Buchungen im wahren High Class Escort.

 

Escortdienstleistungen unter Studenten in Berlin

Die Prostitution als Nebenverdienst für Studierende ist ein tabuisiertes Thema, das in neuerer Zeit stetig an Bedeutung gewinnt. In einer Studie des Studienkollegs zu Berlin aus dem Jahr 2011 wird diese Thematik eingehend beschrieben.

So zeigt die Studie auf, dass knapp vier Prozent der Berliner Studenten in irgendeiner Form der Sexarbeit involviert sind. Der Anteil an männlichen Studenten ist dabei ähnlich hoch wie jener an Frauen. Das Angebot, das von studentischen Sexarbeitern unterstützt wird, ist sehr weitreichend. Angefangen bei SMS-Diensten, über Pornofilme bis hin zu Escortdiensten, Arbeit in Bordellen und Domina-Studios,  finden sich unter den Befragten weitreichende Angebote. Am häufigsten ist jedoch die Prostitution – im engeren Sinne – verbreitet. Etwa 40% der Studenten im Berliner Raum bieten Escort Service inklusive sexueller Interaktion an. Der Escort Service ohne sexuelle Interaktion wird von weniger als 20% angeboten.

Männliche Sexarbeiter unter Studierenden sind, gemäß Nachfrage,  zu etwa 50% homo- oder bisexuell veranlagt (Kontrollgruppe: 14%). Erklärt wird dies durch den Umstand, dass der überwiegende Großteil der Kundschaft männlich ist, und zwar unabhängig davon, ob die Dienstleistungen von einer Frau oder einem Mann angeboten werden.

Als Motivation zur Sexarbeit steht bei den meisten Studienteilnehmern der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Je nach angebotener Dienstleistung kann eine Studentin im Bordell bei Vollzeitbeschäftigung 5.000 Euro pro Woche verdienen. Im Dominastudio beginnt das Honorar beginnend bei einer Stunde und 220 EUR – so die Befragten. Unabhängig von der Dienstleistung liegt der mittlere Stundenlohn unter den Befragten bei 115 Euro. Das Geld ist jedoch nicht die einzige Motivation, die Studenten Sexarbeit wählen lassen. Genannt werden ebenfalls – wenn auch im weitaus geringerem Ausmaß – die Suche nach neuen Erfahrungen oder das Ausleben der eigenen sexuellen Neigungen. Die Umfrage hat ebenfalls ergeben, dass Sexarbeiter unter Studenten ihr Studium signifikant häufiger selbst finanzieren, während in der Kontrollgruppe die Finanzierung durch die Eltern oder ein Stipendium im Vordergrund stehen. Auch ist die Rate an Verschuldungen in der Gruppe der Sexarbeiter deutlich höher. Ob dieser Umstand die Sexarbeit unter Studierenden fördert, oder ob sie eine Folge davon ist, lässt die Studie jedoch offen.

Begleitservice – eine Dienstleistung der Moderne?

In den Medien wird viel über Begleitagenturen, Begleitservice, Escortagenturen und Escortservice berichtet. Geschichten von jungen Frauen die sich ihr Studium finanzieren oder von hübschen Akademikerinnen welche diesen erotischen Nebenverdienst lustvoll betreiben.

Aber gibt es diese Art des Begleitservice erst seit dem letzten Jahrhundert? Nein. Die Geschichte des Escorts – der Escortdamen – ist älter als man denkt. In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen an dieser Stelle die griechischen Hetären, die japanischen Geisha und die europäischen Mätressen vor. Eines haben diese erotischen Begleiterinnen alle gemeinsam – sie waren gebildete und angesehene Frauen.

Hetären (griechisch „Gefährtin“)

Kennen Sie die Kaiserin Theodora? Auch sie gehörte zu dem ausgewählten Kreis der Begleitamen in der griechischen Antike. Diese Damen mussten bewandert sein in der Kunst des Singens und Tanzens. Sie mussten parlieren und sinnlich ringen können. Viele große Politiker, Philosophen und Dichter nahmen die Dienste der Hetären in Anspruch und ließen sich durch sie auf unterschiedlichste Art unterhalten.

Es war üblich die Damen mit beachtlichen Geschenken zu entlohnen: So brachten es die „angesagtesten Hetären“ tatsächlich zu einem beachtlichen Vermögen. Es rankten sich Mythen und Legenden um die schönen Begleitdamen – die Escortdamen – der Antike.

Nehmen wir zum Beispiel die Hetäre Phryne: Sie wurde der Gottlosigkeit angeklagt, da sie behauptete, dass ihre Schönheit mit der der Göttin Aphrodite mithalten könne. Der Prozess wurde zu einem großen Skandal in Griechenland. Die vor Gericht gestellte Schöne sollte ihren nackten Körper als Beweis den Blicken der Richter freigegeben haben. Daraufhin wurde Sie freigesprochen.

In einer andern Geschichte soll einer Ihrer Liebhaber – der Politiker Hypereides (389–322 v. Chr.) – ihr das Gewand vom Leibe gerissen haben und so einen Freispruch erzwungen haben.

Ein bekanntes Gemälde dazu hängt in der Hamburger Kunsthalle.