B wie Bondage

Bondage zählt zu den Spielarten des BDSM und beschreibt die Lust am Fesseln oder Gefesseltwerden. Dabei geht die Praktik noch über die körperliche Fesselung hinaus. Der devote gefesselte Part – in den Begriffen von Sadismus und Masochismus (SM) – auch Bottom oder Sub genannt – genießt es, die Kontrolle abzugeben und lässt sich gern in den Fesseln fallen, um das folgende Spiel intensiver zu erleben. Dieses und die Fesseln bereiten ihm früher oder später einen gewünschten Lustschmerz. Der Gegenpart – Dom oder Top genannt – erregt sich dagegen an der durch die Fesseln ausgeübte Kontrolle und Macht. Er genießt die Hingabe und die Wehrlosigkeit des anderen sowie die Lust, die er dem devoten Partner bereitet.

Wie im gesamten SM-Kosmos sind Vertrauen und Kommunikation auch beim Bondage wichtige Grundlagen. Wünsche und Tabus müssen vorher ausgetauscht werden – bei neuen Partnern wie beim Fesselsex während eines Dates mit Luxus Escorts. Dazu wird mit dem Escort oder anderen außerdem ein Safe Word vereinbart, das den dominanten Partner sofort stoppt. Dieser sollte aber immer schon vorher die Reaktionen des Subs im Auge behalten, um seine Dominanz verantwortungsbewusst auszuspielen. Ein solcher Rahmen ist notwendig, kann aber auch einem intuitiveren Spiel weichen, wenn sich Bottom und Top mit ihren Grenzen und Vorlieben besser kennen.

Die Geschichte des Bondage

Fesseln als Ausdruck der Unterwerfung oder zum Erreichen einer schmerzvollen Ekstase sind schon aus der Zeit der Sumerer vor rund 3000 Jahren überliefert. Das altindische Erotik-Lehrwerk Kamasutra brachte den Fesselsex neben anderen SM-Praktiken und vielen Liebesstellungen erstmals zu Papier. Später waren es vor allem Literaten wie de Sade oder der Österreicher Sacher-Masoch, die die uralten Bilder und Praktiken weiter ausschmückten. Sie lieferten viele Vorlagen für die moderne SM-Szene, die sich seit den 1970ern aus der Lederszene der Homosexuellen entwickelt hat und bald auch viele Heterosexuelle anzog. Darüber hinaus schafften es Motive aus der Welt von Sadismus oder Masochismus in den letzten Jahrzehnten ähnlich schnell in viele Werke der Popkultur.

Endgültig salonfähig wurden Fesseln und andere SM-Spielzeuge dann ab 2011 mit dem Auftakt der Roman-Trilogie „Fifty Shades of Grey“. Dass in den Büchern und Filmen nur eine weichgespülte BDSM-Variante präsentiert wurde, tat dem Erfolg keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil etablierte die Geschichte eher neue Formen wie Soft-Bondage oder Soft-SM – SM light für den Hausgebrauch. Eingefleischte Anhänger von Latex, Lack und Leder, Zweck- oder Folterbondage können damit wenig anfangen.

Bondagearten und -techniken, die Materialien und Accessoires

Es lassen sich drei Bondage-Arten unterscheiden. Zuerst gibt es das Gebrauchs- oder Zweckbondage, bei dem über einfache, schnelle Fesselungsformen nur eine Bewegungsunfähigkeit hergestellt wird. Daneben werden High Class Escorts öfters nach Folterbondage gefragt – diese Fesselungsart bieten wir z.B. nicht an. Hier soll in erster Linie eine unbequeme oder sogar schmerzhafte Fixierung etwa als Bestrafung erreicht werden. Beim Zierbondage steht dann die Ästhetik der Fesseln im Mittelpunkt. Zierbondage kann wie bei der alten japanischen Fesselkunst Shibari emotionale und sexuelle Aspekte enthalten oder nur als Teil eines Outfits bei Szene-Events und Clubbesuchen getragen werden.

Bei den Fesselmaterialien ist alles erlaubt, was gefällt und seinen Zweck erfüllt: verschiedene Seile, Lederbänder, Bondagetapes, Handschellen oder Ketten und im soften Bereich auch Tücher oder Schals. Manche lassen sich außerdem gern in einer Zwangsjacke einschnüren, andere lieben das Gefühl, eng von Frischhaltefollie umwickelt zu sein. Konstruktionen aus Holz und Metall vom Andreaskreuz an der Wand über sogenannte Strafböcke und Hogties bis hin zu Käfigen kommen häufig ergänzend zur weiteren Fixierung und Unterwerfung eines Körpers hinzu – genauso wie bestimmte Accessoires. Knebel oder Masken sind dabei besonders populär, um die sexuelle Stimulation durch Auslieferung und Unterwerfung zu komplettieren. Dabei können der eine wie der andere oder beide Partner nackt sein, meist gehören aber ausgesuchte Outfits und deren Materialien fest zu einer SM- oder Bondagesession dazu.

Hautenges Latex, glänzender Lack oder herbes Leder sollen dabei nicht nur kleiden, sondern mit ihren Materialeigenschaften das Fesselspiel ergänzen oder einen Fetisch befriedigen. Um diesen auszuleben, ist übrigens nicht zwangsläufig ein Partner oder eine Partnerin notwendig. Techniken des Self-Bondage erlauben genauso Autoerotik oder Selbstbefriedigung – bei Gefallen ergänzt durch bestimmte Kleidung oder Accessoires. Hier wie beim SM mit anderen gilt immer: Safety first! Fesseln sollten nie so fest geschnürt werden, dass sie Blutbahnen, Nerven oder gar die Atmung abschnüren beziehungsweise brennend in die Haut schneiden. Für den Hals empfehlen sich eher spezielle Halsbänder und bei einer Knebelung muss immer genug Atemluft durch die Nase gelangen können. Zuletzt sollte eine Schere oder ein anderes effektives Werkzeug bereitliegen, um Fesseln notfalls schnell lösen zu können.

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