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IM SPIEL ZEIGEN SICH UNSERE SEELEN UNVERHÜLLT

Christo folgte Jeanne-Claude (✝ 2009) am Pfingstsonntag 2020. Ihr beider Spiel mit Stoffen zeigt Betrachtern den Spiegel: Es enthüllt das Wesen unserer Gesellschaften im Verhüllen ihrer Produkte.

Wahrheit ist nie nackt, denn sie entsteht im Geist des Betrachters. Darum liegt Schönheit in seinem Auge. Erleben Sie dieses Phänomen betörend wie real mit https://www.excellent-escorts.de/. Ob fulminant oder fesselnd: Unter der Oberfläche unserer Luxus Escorts ist Physis aus Kopf und Körper. Stoffe aus Träumen umfließen lebende und tote Werke der Natur. Sie bedecken sie mit Anmut, Rätsel und Staunen. Fantasie lebt von der Schönheit im Sichtbaren wie Verborgenen. Verdeckende Hüllen bleiben das Helium des Ballons aus Bildern des Unsichtbaren. Entdecken Sie mit Luxus Escorts demnächst fantastische Inhalte. Vielleicht in Paris auf den Spuren Jeanne-Claudes und Christos in die Zukunft!

CHRISTO UND JEANNE-CLAUDE

Vertreter von Kultur und Politik begegneten diesen Eheleuten – der Welt bleiben die Kooperationen der beiden in Erinnerung: Ihr Verhüllen kontert die gesellschaftliche Sucht nach Gaffen. Totes wie Lebendes zeigt sich elegant und eindrücklich in den Kleidern jener Kunst. Sie macht Mode für ganz Großes: Bäume, Wassermassen, Inseln, schwere Brücken, Bauten mit Volumen.

GRÖßE ÜBER JAHRZEHNTE

Die Ausmaße der gemeinsamen Projekte des Künstlerpaares verblüffen. Flüchtige Verpackungen für Objekte weit jenseits des Handlichen verwirren spontan. Ihr bleibender Wert liegt im Beunruhigen, im Brechen des Begreifens. Existiert das nicht sichtbare Objekt noch? Wie sah es eigentlich aus? Wie sieht es unter der Hülle aus? Fehlt es uns, falls es verhüllt bleibt? Wird uns die kurzlebige Hülle fehlen? Sollte ein Teil des Verhüllten verdeckt bleiben? Altert Getarntes nicht mehr? Sehen wir den Gegenstand anders nach seinem Enthüllen? Fängt oder befreit ein Schleier die Schönheit? Was macht Anmut aus? Was bleibt, wenn sie fehlt?Auch die Umgebung des exaltierten Objekts wirkt anders. So wandeln Hüllen und ihr räumlicher Kontext sich zur volatilen Kunst. Selbst der wieder nackte Gegenstand bleibt im Auge des Betrachters besonders. 

2020 ging die eigene Schönheit von Christos Wesen. Er (* 13. Juni 1935 als Христо) und seine Frau Jeanne-Claude (selber Tag) lebten ihre Vision gemeinsam: Menschen Sichten geben – aus und jenseits der Vergangenheit.

INHALTE FÜR IMMER

Natur bleibt Teil der Kunst der Französin aus Marokko und des Bulgaren. Wasser und Erde als künstlich bedeckte Elemente betonen Zeitloses. Dünne Hüllen benetzen den Iseosee (Italien 2016) oder die Pont-Neuf (Paris 1985) und verdunsten rasch. Wasser bleibt. Weiter bildet die afro-europäische Einheit die Motive großer Originale neu ab. So wächst „The London Mastaba“: Im Hyde Park bilden Öltonnen Pyramidales. Die Geometrie des Zylinders führt Christo vor wie nach dem Tod Jeanne-Claudes nach Deutschland. Derselbe große Gasometer dient als Substrat zweier Projekte im Ruhrgebiet: Oberhausen sieht 1999 „The Wall“ und 2013 „Big Air Package“. Letzeres ist Christos erstes Werk ohne Jeanne-Claudes Beitrag zum Konzept.

Als höchste Halle für Ausstellungen in Europa fasst der Behälter eine besondere Skulptur: 90 Meter Höhe, 5 Tonnen. Ihr Volumen entspricht einem Würfel von über 55 Metern Kantenlänge. Dieser Inhalt lässt sich begehen und wirkt wie Kokon und Kathedrale.

Auch die komplexe Topologie von Gebäuden und Landschaften führen Hüllen ins Abstrakte. So sehen die Deutschen 1995 ihren dekorierten Reichstag in Berlin anders: heller und leichter. Verpackte Inseln Floridas oder Tore im Central Park von New York City hypnotisieren. Reduzieren auf Essenz durch Addieren von Substanz, mag jene Kunst beschreiben.

Als Zeitgenossen verbinden beide Künstler unsere Vergangenheit und Zukunft. Dazu planten sie jedes ihrer teuren Vorhaben viel länger als es lebte. Ihr Sinn für Freiheit akzeptierte zudem keine Aufträge oder Subventionen. Jenes Fehlen von Bindungen fristete sich selbst: Die Künstler verkauften Dokumente ihrer Projekte, etwa Skizzen und Modelle. So blieb jedes vollendete Objekt ein immobiles Geschenk an seine Region.

Seine eigene Beweglichkeit übt Christo in seinen frühen Twens auf der Flucht. Moskaus Umsetzen von Kommunismus und Kunst sagen dem Freigeist nicht zu. Stationen in Prag und Wien sowie Genf liegen auf seinem Weg nach Paris. Dort begegnen sich Christo Wladimirow Jawaschew und Jeanne-Claude Denat de Guillebon. Ihr zufolge initiierte nicht Kunst allgemein, sondern seine Liebeskunst ihre Bindung. Im gegenseitigen Inspirieren zum Verhüllen, entdeckten sie sich dann bis zu ihrem Tod.

1960 sieht die Geburt des Sohnes Cyril. Vier Jahre später ziehen beide Künstler in die U.S. der Post-Kennedy-Ära. Als Paar schaffen sie Attraktionen zwischen Bildhauen und Malen sowie Bauen. Ihre Projekte realisieren sie international: Frankreich und Italien, Schweiz und Deutschland, England, U.S. und Australien sowie Japan.

Ein knappes Drittel seiner wesentlichen Werke schenkt das kreative Paar Deutschland. So packt es dort 1968 etwa 5.600 Kubikmeter Luft ein (documenta IV, Kassel).

Im Centre Pompidou, Paris, öffnet wohl im Juli 2020 eine Ausstellung zum Wirken jener Künstlerehe. Für dieses Jahr bereitete Christo das Verhüllen des dortigen Arc de Triomphe vor. Doch die Pandemie von Covid-19 verzögert das Vorhaben wohl zumindest bis Herbst 2021. So arbeitete Christo in seiner Wohnung in New York daran. Dort starb er am 31. Mai 2020.

Das Zieren des Triumphbogens bleibt für nächstes Jahr geplant. Der Weg ist nicht das Ziel, weil es keines gibt. Dort war Christo Wladimirow Jawaschew schon immer: Es wird immer weitergehen.

Hindernisse gehören zum Normalen der Projekte Christos und Jeanne-Claudes. Für einzelne Vorhaben erzwingen sich Dekaden des Hürdenlaufs. Auch kurzlebige Probleme liegen im Wesen großer Entwicklungen: die Elemente beschädigen Material; Proteste von Anwohnern und Schützern von Natur; hohe Kosten für Nutzen von Areal; gesetzliche Bedingungen. Europäischer Sinn für Überleben (Ost) und Optimismus (West) meistern solche Aufgaben. 

Arbeiten ohne Jeanne-Claude blieb Christo ein „Wir jenseits des Ich“. In diesem Sinne verhüllt der letzte Beitrag des Paars den Triumphbogen: 25.000 Quadratmeter rezyklierbares Material in silbernem Blau, getragen von 7 Kilometern roter Seile. So schillert eine moderne Tricolore mit den Farben der Herkunft Jeanne-Claudes.

Wie alle Statements in Stoff spricht auch Verbergen mit technischem Aufwand von Anmut: Schönheit lässt sich von Wissenschaft und Kunst zugleich tragen. Jene drei Konzepte hielt Christo 1958 schriftlich als Triumphierende fest. In jenem Jahr trat Jeanne-Claude in sein Leben.

Final ein Tipp von uns für Sie: Lernen Sie Paris doch einfach (wieder) einmal kennen. Gemeinsam mit Luxus Escorts erleben Sie die leuchtende Stadt besonders eigenwillig – verhüllt oder anders.

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