• Julian Schnabel

JULIAN SCHNABEL – A PRIVATE PORTRAIT

Vielen dürfte der Familienname „Schnabel“ bestens aus einschlägigen Boulevard Magazinen bekannt sein – immerhin ist Vito Schnabel, dank seiner Liaison mit dem deutschen Topmodel Heidi Klum, in aller Munde. Ob es hier zu einem Liebescomeback kommen wird, erfährt man gewiss früh genug, jedoch geht es nun um dessen Vater: Julian Schnabel. Seit dem 11.Januar 2018 läuft in Deutschlands Filmkunstkinos eine Dokumentation über den Filmemacher, Künstler und Lebemann, die einen Besuch mit unseren attraktiven Luxus Escorts unbedingt lohnt. Der italienische Regisseur, Pappi Corsicato, zeichnet ein besonders persönliches Portrait, welches den Werdegang des „enfant terrible“ in allen Einzelheiten und liebevoll aufzeichnet. Schnabels Karriere verlief – wenn man so möchte – relativ unkonventionell: Vom Surfer, Koch, Dandy, mehrfachen Vater und Filmemacher, wird der Bogen gekonnt bis zum Künstler und damit bis in die Gegenwart gespannt. Der im Jahre 1951 geborene Künstler, der nahezu jedes künstlerische Genre bedienen kann, ist so etwas wie ein Tausendsassa, der sich stets neu erfindet und ausprobiert – und genau das macht ihn so interessant und so beliebt…nicht nur für die Frauenwelt.

Lieblingskleidungsstück: Ein bequemer Pyjama

Ganz unrecht hat er damit nicht, genießt ein großzügig geschnittener Schlafanzug viele Vorteile – gerade dann, wenn man viel Arm-, Bein- und Bewegungsfreiheit braucht. Mittlerweile ist er zu seinem ganz persönlichen Markenzeichen avanciert, das er mit viel Selbstbewusstsein trägt und zu jeder Gelegenheit auffährt. Berühmt ist er jedoch vor allem für seine sehr großen Werke aus zerbrochenen Tassen und Tellern, mit denen er der Kunstwelt im Jahre 1979 etwas gänzlich Neues bot. So avancierte er zu einem der bedeutendsten Vertretern des Neoexpressionismus, der sich vom gängigen Informel abkehrt und sich insbesondere mit der figürlichen Malerei befasst. Kunstfreunden sollte Baselitz, als „der“ deutsche Vertreter dieser Kunstform ein Begriff sein. Generell geht es hierbei um eine Rückkehr zur Malerei, die sich durch eine expressive Bildsprache, Gestik und Symbolträchtigkeit definiert. Die „Jungen Wilden“ waren geboren: Auf internationaler Ebene wären, neben Julian Schnabel, Jean-Michel Basquiat, Keith Haring und Kenny Scharf zu benennen.

…Und Action!

Seit den 1990er Jahren dreht Schnabel überaus erfolgreiche Filme, die bereits die ein oder andere Auszeichnung ergattern konnten. Im Jahre 1996 drehte er einen Film über seinen Freund und Wegbegleiter Basquiat, der früh verstarb. Vier Jahre später gelang ihm mit „Before Night Falls“ und Javier Bardem in der Hauptrolle ein weiterer großer Film-Erfolg, der ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Sein eigentlicher Durchbruch als Regisseur erfolgte dann 2007 mit „Schmetterling und Taucherglocke“. Hierauf folgten zahlreiche Preise in Cannes und bei den Golden Globes. Seine Dokumentation über Lou Reed avancierte ebenfalls zum Publikumserfolg – Sharon Stone in einer der Hauptrollen, ist vielleicht kein Garant für einen guten Film, aber immer eine hervorragende Wahl…für denjenigen, der, wie Julian Schnabel, den „basic instinct“ hat!

Because I can!

Das ist eines der Credos Julian Schnabels: Sein Leben ist so mannigfaltig und versatil, weil er in der Lage ist, es in dieser Form zu leben und zu finanzieren – was natürlich bei „der“ Anzahl an Lebensgefährtinnen und Kindern durchaus nicht ganz unwichtig ist. Auch hier lässt er den Zuschauer durch die Käseglocke schauen und an seinem Privatleben teilhaben: Schnabel beim Malen, Schnabel beim Spielen mit seinen jüngeren Kindern am Strand, Schnabel mit seinen ältesten Kindern Stella, Vito und Lola aus erster Ehe sowie den Zwillingen Cy (benannt nach dem Künstler Cy Twombly) und Olmo aus seiner zweiten Verbindung. Wie der Vater, so der Sohn: Der Hang zu Topmodels kommt nicht von ungefähr – aktuell ist er mit Lykke May Andersen verbandelt, mit der er ebenfalls ein Kind hat. Über den Fortbestand der Familie, muss es daher kein großes Kopfzerbrechen geben. Hauptwohnsitz ist der Palazzo Chupiim New Yorker Stadtteil Manhattan, der im Stil eines italienischen Palazzos umgebaut ist und alles beinhaltet, was das Immobilien-Herz begehrt. Schnabel liebt die Grösse und viel Raum – kein Wunder, wuchs er doch als Sohn polnischer Juden auf, die dem Holocaust entflohen sind und ihm in der Jugend kaum etwas bieten konnten. Dieser Umstand prägt und daher ist nur allzu leicht nachvollziehbar, dass Träume und Visionen von einem „Mehr von allem“ entstehen und ein Leben lang bleiben.

Reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist…?!

ist zwar nicht unbedingt eine der Hauptqualitäten des Künstlers oder unserer Luxus Escorts, generell aber, ist er dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und Wahrheiten auf den Punkt zu bringen. Als Oberhaupt der Familie und Unikat, ist Julian Schnabel dafür bekannt, die Dinge auf seine Weise zu klären. Im Film selbst, wird der Meister auf den Sockel gehoben, Kontroversen gibt es kaum – er erscheint überlebensgroß, was sicherlich auch Ziel der Darstellung ist. Immerhin sind er und der Regisseur seit langem gut befreundet. Kritik ist hier daher fehl am Platz. Ob dieser Umstand einen leicht bitteren Beigeschmack beim Publikum hinterlässt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Dennoch ist der Film unbedingt sehenswert, gerade für Freunde der Kunst, der Rebellion und der Lebensfreiheit. Eines kann man Julian Schnabel ganz gewiss nicht vorwerfen: Ein Mitläufer zu sein!