SANGLOS? JA. KLANGLOS? MITNICHTEN!

Sie suchen einen Weg, sich in dieser überstimulierten Welt ab und neu zu zentrieren? Dann entfliehen Sie doch mit Klangbädern der urbanen Geräuschkulisse. Einst fanden Klangreisen und Klangbäder nur in Esoterik-Zentren statt und wurden stets ein wenig verlacht. Nun ist die fernöstliche Entspannungsbehandlung auf dem Weg zum Mainstream-Erlebnis, denn immer mehr Wellness- und Yogastudios bieten erholende Sessions an. Ziel dabei ist es, durch Klänge und Schwingungsenergie, Körper und Seele zu harmonisieren und dem Alltags-Stress entgegenzuwirken.

Jeden Tag sind wir von Tönen umgeben: Die tickende Ampel, Gespräche, hupende Autos, zugeschlagene Türen, Radiogedudel, Whatsapp-Nachrichten – kurz die allgegenwärtige Klangkulisse der Großstadt, die uns mal sanft, mal unsanft jeden Tag umgibt und in den Schlaf geleitet. Der Stresse beginnt bereits beim Aufstehen und wird über den Tag verteilt immer intensiver! Klar ist: Töne spielen eine zentrale Rolle in unserem Leben und der Wahrnehmung der Welt, die wir oft sogar im Schlaf verarbeiten. In den verschiedensten Kulturen werden Töne seit Jahrtausenden als Heilmittel genutzt. Wir alle kennen, dank Yoga, die Mantras aus der indischen Kultur oder die heilenden Gesänge vieler indigener Kulturen in Amerika – jede dieser akustischen Ausdrücke hat die gleiche Intention: sich von einem Gefühl des Ungleichgewichts zurück zu einem Gefühl innerer Harmonie zu versetzen.

Doch wie schaffen wir uns in der westlichen Welt Raum und Zeit, um von äußeren Einflüssen Abstand zu nehmen und sich auf uns selbst zu konzentrieren? Klangbäder können dabei ein hilfreiches Mittel sein: Sie helfen, ein Brücke zu sich selbst zu schlagen – und können sogar die Tür zur anderen Entspannungsmethoden, wie der Meditation, öffnen. Dabei ist vor allem Regelmäßigkeit wichtig, um stressige Alltagssituationen und Missklänge durch die eigene Symphonie aufzuheben. Dazu muss die Gehirnaktivität entschleunigt werden, bis ein tiefenentspannter Zustand erreicht ist. Allerdings wird dabei gänzlich auf strukturelle Elemente wie Rhythmus verzichtet. Sie werden sich nach jeder Session wie nach einer wohltuenden Massage fühlen: Das bedeutet absolute Entspannung, bei der sich alle Blockaden und Verspannungen im Ton aufgelöst haben.

Schon mal im Sound gebadet?

Dabei gilt es, sich ganz auf die unmittelbare Erfahrung einzulassen, denn hier muss man sich weder selbst beobachten noch irgendetwas analysieren. Sie sollen einzig und allein den Ton erleben und dabei präsent sein. Nur so kann dieser als Hilfsmittel dienen und auf allen Ebenen des Gehirns wirken. Sie werden in sich selbst hineingetragen, erfahren den direkten Zugang zu ihrem Inneren und versinken gänzlich darin. Dazu werden traditionelle Instrumente wie tibetische Klangschalen, Kristallschalen, Gongs oder Stimmgabeln benutzt. Neben einem reinen Wellness-Aspekt bieten einige Therapeuten auch Klangschalen-Therapien an: Das Klangbad soll gegen Schlafprobleme, Aufregung und Angst, Depressionen, Stress-und Schmerz-Management und sogar bei Posttraumatischen Belastungsstörungen helfen. Töne schaffen etwas, ähnlich der Musik: Sie berühren die Seele.

Wie funktioniert eine solche Therapie? Die Klangschalen werden auf den Körper eines Menschen platziert und angeschlagen. Die Schwingungen übertragen sich auf den gesamten Körper. Wenn man nun weiß, dass der menschliche Körper zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser besteht, welches sehr gut leitet, erklärt sich, warum sich die Schwingungen nach und nach im ganzen Körper ausbreiten und dabei ihr Innerstes in Fluss bringen: Spannungen lösen sich, Selbstheilungskräfte setzen ein und Energien werden frei. Und keine Sorge, bei einer Klangschalentherapie wird auf die individuelle Geschichte des Klienten eingegangen und für jede Sitzung die passende Klangschale ausgewählt. Warten Sie nicht bringen Sie sich in Schwung und geben „bad vibrations“ keine Chance!