• Hermès-Werbeplakat von 1923

Ausreiten mit Stil & Hermès

Neben der berühmten Kelly Bag und der noch ein bisschen berühmteren Birkin Bag von Hermès, können Sie sich selbst oder den Pferdeliebhabern in Ihrer Umgebung eine große Freude machen: Mit der Maßanfertigung eines Sattels aus dem französischen Luxus-Haus. Denkbar sind Modelle für die Disziplinen Springreiten, Dressur, Vielseitigkeit, Gelände, Military und Polo. Für jede der anspruchsvollen Sportarten muss der Sattel sitzen, denn je hochwertiger die Reitunterlage, desto besser sitzt die Reiterin oder der Reiter im Sattel. Wahre Pferdeliebhaber, die überdies das nötige Kleingeld mitbringen, lassen sich deshalb ihre Sättel von Hand anfertigen. Gerne aus dem Hause Hermès, denn die Luxusmarke steht für eine hochwertige und elegante Verarbeitung.

Sattlermeister Thiery Hermès, Spross einer in Krefeld geborenen Protestantenfamilie französischer Abstammung, gründete 1837 das Familienunternehmen und stellte als gelernter Sattler hochwertiges Pferdegeschirr für Frankreichs Society her.

Das war auch mehr als nötig, denn Hermès Zeitgenossen fuhren überwiegend in Kutschen umher. Heute ist das Pariser Luxus-Label mit Sitz in der noblen Rue du Faubourg de Saint-Honoré vor allem für Handtaschen und seine luxuriösen Seidentücher bekannt. Trotz einer eher klassischen Ausrichtung das Design betreffend, war man bei Hermès schon immer am Puls der Zeit. Als die Reisefreude zur Jahrhundertwende zunahm und die hochwohlgeborenen Herrschaften mit Eisenbahn und Auto reisten, bot Hermès wertiges Reisegepäck aus Sattlerleder an.

30 Jahre nach Gründung des Unternehmens wurden erstmals auch Sättel verkauft. Sicherlich war die Bestellung damals aufwendiger als heute, denn heutzutage kann der Sattel der Wahl im Internet per Konfigurator individualisiert und bestellt werden. Mit den vollständig von Hand gefertigten Sätteln, möchten die Sattler von Hermès sicherstellen, dass Ross und Reiter so viel Nähe wie möglich halten. Eine Vermessung vor Ort, ist bei Maßanfertigung dennoch sinnvoll: Sobald die Bestellung bei Hermès eingegangen ist, reist ein Mitarbeiter in den entsprechenden Stall und vermisst dort Ross und Reiter. Seit 1909 archiviert Hermès die Daten wie in einem Familienstammbuch – praktischer und organisierter geht es also nicht.

Keine Stunde im Leben, die man im Sattel verbringt, ist verloren

Zur Wahl stehen verschiedene Farben und unterschiedliche Möglichkeiten der Verarbeitung. Die Größe ist ebenso anpassbar wie einzelne Sattel-Bausteine. Hier wären Sattelkissen, Sattelblatt, Einlage oder Lauschen zu benennen. Auf Wunsch passen die Hermès-Experten die fertigen Sättel auch an die jeweiligen Nutzer an. Für ein solches Prachtexemplar sollten Sie zwischen 4.500 und 6.500 Euro anlegen. Es ist unerlässlich, das Sattel-Leder vor dem ersten Gebrauch einzuölen, um es zu schützen und in Würde altern zu lassen, denn das hat es durchaus verdient. Das Öl dringt tief in das Leder ein und macht es innen geschmeidig und außen wasserabweisend. Auch eine regelmäßige Pflege ist unabdingbar. Sattlerleder lebt und verändert sich entsprechend seiner Verwendung und der klimatischen Verhältnisse.

Kleiner Tipp: Wer keinen Sattel oder eine Reitausrüstung gebrauchen kann, legt sich eines der berühmten handbedruckten Hermès Carré – Seidentücher zu, dessen Sujets sich meist auf den Reitsport beziehen und Steigbügel, Reitgerten, Pferde sowie Kutschen zeigen.