Exzentriker aller Länder vereinigt euch…

…denn das Hotel Ritz im 1. Pariser Arrondissement wurde nach vier Jahren Bauzeit im Jahr 2016 wiedereröffnet, ja, wenn nicht sogar wiedergeboren. Kapriziös müssen Sie natürlich nicht sein, um im Ritz zu nächtigen. Das haben schon andere vor Ihnen zu Genüge ausgelebt und die Grand Décors, die intimen Salons und die Kunst und Antiquitätenausstattung zur Kulisse ihrer mannigfaltigen Kapriolen gemacht.

Seit seiner Eröffnung am 1. Juni 1898 gilt das Hotel als Symbol des eleganten französischen Luxus. Beispiellos wurden im Stile des Art Nouveau Ambiente, Service und Interieur gepflegt und so der haute société stets höchste Qualität präsentiert. Der Ruf des Hauses schaffte es schließlich in den englischen Sprachgebrauch und schlug sich mit dem Wort ritzy als Synonym für Qualität wieder.

Die einzigartige Umgebung, der Glamour und die Privatsphäre machten das Haus zu dem Hotspot für Berühmtheiten aus aller Welt. Schriftsteller wie Marcel Proust oder Ernest Hemingway, aber auch Schauspielerin Audrey Hepburn und Operndiva Maria Callas waren zu Lebzeiten loyale Gäste des Ritz, und bevorzugten das Hotel welches als Quintessenz von Luxus à la française gelten kann.

Modezarin Coco Chanel gefiel es im Ritz gar so gut, das sie von 1936 bis zu ihrem Tod 1971 eine Suite in dem Haus an der Rue Cambon bewohnte, direkt gegenüber ihrer berühmten Boutique. Sie soll das Haus ma maison, also „mein Haus“ genannt haben. Das zweite Haus an der Frontseite grenzt an den Platz Vendôme, einem der fünf königlichen Pariser Plätze, wunderschön gelegen zwischen Pariser Oper, dem Jardin des Tuilleries und dem französischen Justizministerium sowie eingerahmt von sämtlichen internationalen Luxus-Uhrenherstellern. Die perfekte Umgebung für ein solch erstklassiges Etablissement.

Grande Dame mit Charme

Das Vendôm-Gebäude gehörte zur ehemaligen Residenz des Herzogs von Lauzun und Gramont, während das Gebäude auf der Rückseite direkten Zugang zur berühmten Luxus-Shopping Meile Rue Cambon hat und deshalb auch als Cambon-Gebäude bezeichnet wird.

César Ritz revolutionierte mit der Einrichtung des Hauses die gängigen Standards der Zeit, und installierte als erster Hotelier Telefone und elektrisches Licht auf fast allen Zimmern. Auch an die Schönheit der Damen dachte Ritz und ließ in den Suiten prächtige Kristalllüster über den prunkvollen Betten installieren, denn indirekte Beleuchtung schmeichelte dem Teint der Damen.

Das Credo des Ritz’ lautete „Der Kunde hat immer Recht“. Für die damalige Hotelwelt eine einzigartige Neuerung und wahrscheinlich der Grund für die gehäufte Erscheinung von Exzentrikern jeglicher Couleur, die sich in César Ritz’ Nobelherberge wie zuhause fühlten und sich auch so benahmen. Die Allüren seiner Gäste gehörten für den Hotelier dazu und trugen maßgeblich zur Legendenbildung des Hauses bei.

Die Mitarbeiter des Ritz’ wurden angewiesen, alles zu sehen und zu hören, ohne genauer hinzusehen oder hinzuhören. Gewünscht war höchste Aufmerksamkeit, ohne Anbiederung oder Unterwürfigkeit. Schmeckte einem Gast das Essen nicht, wurde es sofort entfernt und ohne Fragen zu stellen ersetzt. Der ideale Nährboden für internationale Narzissten und Exzentriker, die sich im Grandhotel wie Zuhause oder wahrscheinlich besser als Zuhause aufgehoben gefühlt haben dürften.

Die unrühmlichen Kapitel

1997 erlangte das Ritz traurige Berühmtheit als Lady Diana Spencers letztem Aufenthaltsort in Paris, vor ihrem tödlichen Autounfall am 31. August. Sie hatte mit ihrem Partner Dodi al-Fayed, dem Sohn des Hotel-Eigentümers Mohamed al-Fayed, unmittelbar vor deren Tod im Ritz zu Abend gegessen. Das Hotel wird wohl für alle Zeit mit diesem tragischen Unglück verbunden sein.

Der extravagante Hotelpalast lockte leider auch unliebsame Gäste an. Als die Nazis 1940 in Paris einmarschierten, quartierte sich die deutsche Luftwaffe in das Nobelhotel ein. Allerdings wurde den deutschen Offizieren nur das Haus zum Platz Vendôme hin zu Verfügung gestellt, das Haus auf der Seite der Rue Cambon blieb den Stammgästen erhalten, dafür setzte sich César Ritz persönlich ein. Die Deutschen akzeptierten und so saßen sich Gäste und Nazis vier Jahre lang im Speisesaal gegenüber.

Und wer erlöste die Hotelgäste von den Deutschen? Der Legende nach war es der trinkfreudige Schriftsteller Ernest Hemingway, der sich weithin damit rühmte, im August 1944 mit einer Maschinenpistole im Anschlag die Bar des Ritz’ gestürmt und das Hotel von den Nazis befreit zu haben. Dass sich der Feind zu diesem Zeitpunkt schon aus Paris zurückgezogen hatte, tut der legendären Geschichte keinen Abbruch. Fortan trug die Bar den Namen des vermeintlichen Befreiers „Hemingway“ und ist berühmt für den Cocktail Serendipity, einer Mischung aus Champagner und Calvados.

2011 und wohl schon einige Jahre zuvor, hatte das Hotel seine besten Zeiten hinter sich, was sich vor allem dadurch bemerkbar machte, dass die französische Tourismusbehörde Atout France dem Ritz nicht die neu gebildete Kategorie „Palace Hotel“ verlieh. Das Hotel Ritz behielt seinen fünf Sterne-Status, während das benachbarte Park Hyatt Vendôme, das Hôtel Le Meurice und sogar der größte Konkurrent, das Bristol die höchste Kategorie verliehen bekamen.

Besitzer Mohamed al-Fayed war gehalten zu handeln. Viel zu lange, so munkelt man, habe er das Hotel aus Trauer um seinen Sohn Dodi al-Fayed symbolisch „sterben“ lassen. Zeitweise habe wohl auch das Geld für die Renovierung gefehlt, heißt es. Mit einem Renovierungsbudget von 140 Millionen Euro sollte dies im Jahre 2012 geändert werden. Rund 33 Jahre nach der letzten Sanierung schloss die Luxus-Herberge ihre Pforten, um bis 2016 rundum erneuert zu werden.

Alles neu macht al-Fayed

Freilich nicht allein! Verantwortlich für die umfassende Renovierung des gesamten Innenbereiches war der gefeierte Architekt Thierry W. Despont. Die Arbeiten begannen auf der Seite der Rue Cambon, danach wechselte man auf die Vendôme-Seite einschließlich aller Gärten und Terrassen, die nun mit ausklappbarem Dach und Fußbodenheizung auch in der kalten Jahreszeit größten Komfort bieten.

Es grenzt an ein Wunder, dass bei der Renovierung nichts von den kostbaren Einrichtungsgegenständen zu Bruch ging, auch wenn einige heikle Manöver getätigt werden mussten. Der Kronleuchter der Imperial Suite beispielsweise war zu groß, um durch die Tür zu gelangen, so musste er mit Hilfe eines Kranes durch das Fenster entfernt werden.

Nach nunmehr vier Jahren sorgfältigster Restaurierungsarbeiten durch Thierry W. Despont ist die grande dame von Paris seit 2016 zurück und überstrahlt die Hotellandschaft mit ihrem ursprünglichen Glanz und der Pracht der Belle Époque.
Um sich mit der Konkurrenz in unmittelbarer Nähe messen zu können, wurde das Haus um drei neue Restaurants und drei Bars erweitert. Falls Sie Lust verspüren, selbst den Kochlöffel zu schwingen und sich in die Geheimnisse der berühmten französischen Küche einführen zu lassen, bietet Ihnen die École Ritz Escoffier jetzt in einer dritten Demonstrationsküche die Möglichkeit dazu. Auguste Escoffier, Namensgeber der Kochschule und bekanntester französischer Koch seiner Zeit, wurde von Ritz als Küchendirektor eingesetzt. Ein überwältigender Erfolg, denn die Jünger Escoffiers folgten ihm europaweit und eben auch ins Ritz.

Im historischen Salon Proust benannt nach, Sie wissen es sicher längst, Marcel Proust, Autor von Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (frz. Originaltitel: À la recherche du temps perdu) serviert Ihnen das Ritz einen vorzüglichen Afternoon Tea à la française  vor einem historischen Holzkamin.

Für Anhänger sportlicher Betätigung dürften der Innenpool und der hervorragend ausgestattete Fitnessbereich reizvoll sein. Steht Ihnen der Sinn mehr nach einer entspannenden Wellnessbehandlung, dann lädt das Chanel au Ritz Paris Spa in seine exklusiven Behandlungsräume.

Kaufrausch à Paris

Paris steht wie keine andere Stadt weltweit für Luxus-Kaufhäuser, Couturiers und Shopping. Für ein elegantes Shoppingvergnügen müssen Sie das Hotel noch nicht einmal verlassen, denn es verfügt über eine Einkaufs-Galerie, die den Platz Vendôme mit der schicken Rue Cambon verbindet. Dort sind fünf exklusive Boutiquen Tasaki, Reza, Maison Ullens, Colombo Via della Spiga und Helden angesiedelt, außerdem können in 95 Vitrinen luxuriöse Auslagen besichtigt und natürlich auch gekauft werden. Der Concept Store Oeil du Ritz widmet sich dem Thema Reise und stilvollen Souvenirs aus Paris.

Sie wollen mehr? Auch kein Problem: Nutzen sie den Ausgang zur Rue Cambon und machen Sie sich bei Chanel oder einem der anderen großen Pariser Modehäuser eine Freude. Das alles soll möglichst diskret ablaufen? Auch dafür hat das Hotel eine Lösung, denn es verfügt über einen unterirdischen Tunnel, der bei An-und Abreise ihre Privatsphäre und Sie vor unliebsamen Blicken schützt.

Wie immer gilt: Überzeugen Sie sich am besten selbst und buchen für Ihren nächsten Aufenthalt in Paris eine der historischen Prestige Suiten, die einst von illustren Gästen wie Coco Chanel, F. Scott Fitzgerald oder Marcel Proust bewohnt wurden, und nach ihnen benannt sind. Neben der Original-Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert, können Sie sich allen komfortablen Annehmlichkeiten der Gegenwart gewiss sein.

Vielleicht begleitet Sie eine attraktive Excellent Escorts Mademoiselle, die indirektes Licht sicher nicht nötig hat, es aber dennoch zu genießen weiß. Um es mit den Worten des neuen Gastgebers Christian A. Boyens zu sagen, der in einem Interview mit der New York Times versicherte: „Eine Sache steht fest: Wenn Sie im Ritz aufwachen, werden Sie wissen, dass Sie in Paris sind, und nicht in Shanghai oder Tokyo. Das Ritz bleibt das Ritz.“

Your room is ready.

RENDEZ-VOUS 15 PLACE VENDÔME