Catherine fährt mit einem erschrockenen Laut aus dem Schlaf. War da nicht was? Im Zimmer ist es dunkel. Nur das von draußen eindringende Mondlicht wirft einen fahlen, hellen Streifen auf die Einrichtung. Er verläuft vom offen stehenden Fenster quer über den Boden, zieht sich über die grüngemusterte Tapete, berührt den Rand des Spiegels und endet knapp neben dem Bettpfosten. Was die junge Comtess sieht, wirkt fremd, aber nicht bedrohlich. Es ist eher wie… Jetzt fällt es ihr wieder ein: Sie ist auf dem Landgut ihres Onkels! Das erste Mal allein; ohne die fürsorgliche Aufsicht der Mutter oder den wachsamen Blick des Vaters. Natürlich – sie ist ja auch schon 17. Seit ein paar Stunden zwar erst, aber immerhin.
Wieder ein Geräusch! Ob es das gleiche ist wie vorhin, kann Catherine nicht sagen; aber diesmal erschreckt es sie nicht, sondern macht sie neugierig. Sie schwingt die Beine aus dem Bett und setzt sich auf. Ein Windstoß bewegt die Gardine und streicht angenehm kühl über ihre bloßen Schultern. Verwundert bemerkt die junge Comtess, dass sie nackt ist. Doch das ist der Hitze geschuldet, die auch jetzt noch wie eine Dunstglocke im Zimmer hängt. Mehr aus Gewohnheit als aus Anstand greift Catherine nach dem bereit liegenden Negligé. Vor wem sollte sie hier etwas verbergen müssen? Als der leichte Seidenstoff ihren Körper berührt, spürt sie eine starke Erregung. Ihre Brustwarzen richten sich trotz der Wärme auf und zeichnen sich nun deutlich unter dem Überwurf ab.

Als Catherine zum dritten Mal ein Geräusch vernimmt, tritt sie ans Fenster. Die auseinander klaffenden Flügel spiegeln ihre Gestalt im Mondschein wider: Das Haar wirkt dunkler als bei Tag, lässt aber auch im Zwielicht einen deutlichen Rotstich erkennen. Die kindlich wirkenden Sommersprossen sind nicht zu sehen, wohl aber die straffen Brüste, die nun vollkommen entblößt aus dem offenen Negligé herausragen. Das übrige Abbild zeigt einen flachen Bauch, der unterhalb der Hüfte in einen geheimnisvollen Schatten übergeht.
Da — jetzt wieder! Catherine beugt sich hinaus, um besser sehen zu können. Draußen herrscht völlige Dunkelheit; nur im gegenüberliegenden Gebäude brennt Licht. Das muss die Sattelkammer sein. Haben am Ende nur die Pferde geschnaubt? Aber nein — dieses Geräusch wüsste die junge Comtess als begeisterte Reiterin doch zu erkennen! Die Töne sind wieder zu vernehmen; sie werden lauter und rhythmischer. Catherine spürt erneut eine gewisse Erregung. Und endlich sieht sie es: Hinter dem erleuchteten Fenster der Sattelkammer zeichnen sich die Silhouetten von zwei Personen ab — einem Mann und einer Frau. Doch was tun sie da? Catherine sieht, wie der weibliche Schatten sich weit nach hinten lehnt, die Beine hebt und…

Die junge Comtess beugt sich noch weiter nach vorn und merkt, wie ihre Brustwarzen den rauen Fenstersims berühren. Der männliche Schatten nestelt an seiner Hose, scheint sie zu öffnen und… „Oh!“ Catherines Schrei war nicht laut, aber doch deutlich genug zu vernehmen. Sie bemerkt Feuchtigkeit an den Oberschenkeln und greift – wie um sich zu vergewissern – in ihren Schoß. Die Nässe ist nun deutlich zu spüren und lässt ihre Finger wie von selbst in den schmalen Spalt zwischen ihren Beinen gleiten. Das immer lauter werdende Geräusch aus der Sattelkammer vereint sich mit Catherines eigenem Stöhnen zu einem erregten Trio. Schon bald hat die junge Comtess den Rhythmus des geheimnisvollen Paares aufgenommen und meint die Stöße, die sie vom Fenster aus sieht, nun selbst zu spüren. Ihre nackten Brüste berühren das kalte Glas der Scheibe und sorgen für zusätzliche Erregung.
Als die Schreie aus der Sattelkammer mehr und mehr anschwellen, bemerkt auch Catherine eine Steigerung ihres Empfindens. Ihre Finger bewegen sich immer schneller und scheinen immer tiefer in sie hineinzugleiten. Sie spürt, wie ihre Beine nachgeben und lässt sich zu Boden sinken. Doch weder die groben Dielenbretter noch der hereinstreifende Nachtwind vermögen es, ihre Lust zu mindern – im Gegenteil: Catherine Stöhnen erfüllt nun den ganzen Raum und übertönt sogar die Geräusche, die aus dem Garten zu ihr heraufdringen.
Nachdem sie endlich erschöpft von sich ablässt, ist auch von unten nichts mehr zu hören. Hat Catherine nur geträumt? Sie kniet sich hin und blinzelt vorsichtig hinaus. In der Sattelkammer ist es still und dunkel. Nur das Mondlicht wirft einen fahlen, hellen Streifen auf die gemauerten Wände…

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