© Armani

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Seine Anzüge sind geprägt von einer gewissen Lässigkeit. Giorgio Armani mag auch daher Lieblings-Designer vieler Hollywood-Herren wie Lenoardo DiCaprio oder Christian Bale sein. Der gebürtige Italiener legt noch heute selbst Hand an seine Kreationen. Mit dem modernen Luxus-Begriff kann er nichts anfangen.Nächstes Jahr feiert Giorgio Armani seinen 80. Geburtstag. Er zählt somit nicht nur zu den größten Modemachern im 21. Jahrhunderts, sondern mittlerweile auch zu den ältesten. Sein Auftreten ist seit jeher unaufgeregt. Gedeckte Farben, schlichte T-Shirts, eine kerzengerade Haltung und dazu der unverkennbar (evtl. zu) stark gebräunte Teint. Der Modemacher bleibt sich treu. Auch im Hinblick auf seine Marke. Viele seiner Konkurrenten betrachtet der Italiener argwöhnisch, empfindet sie als identitätslos, als unstet (Der Spiegel). Ganz anders das Haus Armani: Die Marke habe immer etwas Saisonunabhängiges, Überdauerndes. Luxus bedeutet für ihn Zeitlosigkeit. Der Modemacher versteht nicht, warum beim heutigen Luxusbegriff das Produkt selbst zunehmend eine unbedeutendere Rolle spielt.

Der schnelle Durchbruch

Giorgio Armani wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf, sein Vater war Transportunternehmer. Er studierte zunächst zwei Semester Medizin, brach das Studium allerdings ab und arbeitete als Schaufensterdekorateur. Seine ersten Erfahrungen in der Modebranche sammelte er als Einkäufer und Leiter einer Mailänder Boutique für Herrenmode. Später war er einige Jahre für den italienischen Modemacher Nino Cerruti tätig, bis er sich dann im Jahre 1975 gemeinsam mit seinem Lebensgefährten, dem Architekten Sergio Galeotti, mit seinem Modeunternehmen selbstständig machte. Bereits ein Jahr später gelang ihm mit seiner Herrenkollektion der internationale Durchbruch, später stattete er unter anderem Richard Gere für die legendäre Rolle des „American Gigolo“ aus. Die Hauptdarsteller der Serie „Miami Vice“, Don Johnson und Philip Michael Thomas, wurden im „Miami-Style“ mit T-Shirt und Armani-Anzug eingekleidet und avancierten zum Stilvorbild in den 1980er Jahren. Schließlich erweiterte Armani sein Arbeitsfeld auf Damenmode.

Ein schwerer Schicksalsschlag

So erfolgreich es für den italienischen Modemacher lief, privat erlitt er 1985 einen schweren Schicksalsschlag: Sein Lebensgefährte und Geschäftspartner Galeotti erlitt nach zweijähriger Leukämie-Erkrankung einen Herzinfarkt, den er nicht überlebte. Das Modeimperium gehörte daraufhin in Gänze Giorgio Armani. Stetig vergrößerte er das Unternehmen um weitere Kollektionen, weitete das Armani-Sortiment auf Kosmetika, Parfum, Bademode und Accessoires aus und gliederte die Geschäftsfelder unter anderem in die elegante Marke „Giorgio Armani“, die etwas jüngere Linie „Emporio Armani“, die sportliche Sparte „Armani Jeans“ und die Haute-Couture-Kollektion „Armani Privé“.

Die Zügel in der Hand

Trotz stattlichem Alter, lässt der Modemacher es sich nicht nehmen, selbst Hand anzulegen. Er ist durch und durch Selfmade-Mann und sagte einmal: „Ich kann es mir erlauben, nachts ins Büro zu gehen, alles zu ändern, was ich will und das vor niemanden rechtfertigen zu müssen, und ohne Angst davor, bestimmte Ergebnisse erreichen zu müssen, weil Investoren es so entscheiden“. Die Zügel in der Hand zu behalten, ein Luxus, den der Modemacher sich nach wie vor gönnt. Umso gespannter darf man sein, wer eines Tages das Erbe von Giorgio Armani antreten wird.

EE meint: im Hause Armani bleibt es also weiterhin spannend. Die 80 ist die neue 70, die 70 die neue 60, die 60 die neue 50…machen Sie es ihm nach und fügen sich nicht dem üblichen Verständnis von Alter in der Gesellschaft und wie man zum Zeitpunkt X zu sein hat. So werden wir noch ziemlich lange eine tolle Zeit miteinander haben und einiges an Unfug anstellen können ;-). Wir freuen uns darauf.

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