Der heutige Essay beschäftigt sich mit einem wichtigen Thema unserer Zeit, zu dem sicherlich keine Workshops veranstaltet oder gar Mindmaps gezeichnet werden müssen. Ich möchte im folgenden über die Zukunft des Luxus, Luxus-Trends und Luxus als allgemeinen Begriff nachdenken. Da Zeit ein knappes Gut ist und knappe Güter meist Luxus sind, fasse ich mich daher kurz:
In der globalen Welt, in der wir leben, ist Luxus zu einem heterogenen und individuellen Phänomen geworden, dessen zukünftige Entwicklung sich im Prinzip  durch sieben langfristige und globale Trends beschreiben lässt. Da wäre die wahre „Demokratisierung des Luxus“. Was versteht man nun darunter? In der westlichen Welt erwirtschaften heute Angehörige beinahe jeder Schicht einen Überschuss an monetären Mitteln und wollen am Luxus teilhaben. Und, den Satz kennen wir alle  nur zu gut: Wo eine Nachfrage, da auch ein Angebot. Hier nun im Beispiel: Produzierte Chanel anfangs ausschliesslich Damenhüte, werden heute, neben exklusiver Mode, auch Kosmetik, Schmuck und andere Accessoires vertrieben. Somit können sich auch diejenigen, die sich keine Haute Couture leisten können, mit dem Namen Chanel schmücken. Jeder Trend hat auch einen Gegentrend. In diesem Fall lässt sich diese Gegenbewegung als „Aufsteiger-Luxus“ bezeichnen.
Die Zurschaustellung von Erfolg durch deutlich erkennbare Luxusgüter boomt besonders in den Schwellenländern. Nach Dekaden der Armut wird die neue Teilhabe am westlichen Konsum von denjenigen, die es sich leisten können, prachtvoll bis protzig in Szene gesetzt. Nachgefragt werden hier nur die bekanntesten Luxusmarken.
Zurück im Westen zeigt sich eine Entwicklung hin zu einem „Nischen-Luxus“. Dieser Trend z.B. basiert auf der zunehmenden Pluralität von Lebensstilen und der damit einhergehenden Ausdifferenzierung der Luxussparten: Ob Edel-Punk, reicher Rocker oder die Rückbesinnung auf die „Roaring Twenties“ – für jede Subkultur gibt es mittlerweile eigene Luxuslabels. Ebenfalls zeigt sich hier die Zunahme eines „Connaisseur-Luxus“. Gerade in Krisenzeiten besinnen sich die Menschen auf Wertbeständigkeit und Tradition. Daher steigt die Nachfrage nach Antiquitäten, Kunst, Uhren und architektonischen Meisterwerken. Um das Gewünschte zu erhalten, muss man die einschlägigen Händler kennen und das Gesuchte preislich einordnen können.
Der „Immaterielle Luxus“ ist ein ganz neuer Trend, der erst wenige Jahre alt ist, sich aber absolut auf dem Vormarsch befindet. Immer mehr Menschen gehen nämlich dazu über, ihr Geld weniger für materielle Güter als für Gesundheit, ein gutes Gewissen, Zeit oder eine sichere Zukunft für die Nachkommen auszugeben. Dieser Trend hat in den westlichen Ländern bereits die Mittelschicht erreicht. Wir alle kennen die Schlagworte wie z.B. „Life-Work-Balance“ sowie die Zunahme von Bio-Produkten und Yoga-Studios.
Luxus bedeutet für viele Menschen aber auch das Absetzen von anderen, von der Masse. Hier greift das Stichwort „Künstliche Verknappung“ ganz wunderbar, denn für viele wäre es furchtbar, wie alle zu sein. Durch die Demokratisierung des Luxus, aber auch durch die Zunahme von Fälschungen, sind herkömmliche Luxusprodukte kein Garant mehr für Exklusivität. Hersteller reagieren auf diese Entwicklung mit einer Begrenzung des Angebots, sei es durch Limited Editions oder Pop-up-Stores. Diese Geschäfte gibt es nur zeitlich begrenzt und sind auch nur durch persönliche Einladungen auffindbar.
Und, na klar, da gäbe es natürlich noch die Superreichen, die 0,1% der Weltbevölkerung stellen und den sog. „Über-Luxus“ leben. Für diese Menschen ist der Kaufpreis irrelevant, vielmehr geht es gerade darum, mit dem Aufwenden astronomischer Summen, neue Maßstäbe zu setzen und Rekorde zu brechen.
Werden wir intim: Was ist Ihr persönlicher Luxus? In diesem Zusammenhang (Escort) vermutlich das Auswählen einer Escort Dame, die Ihnen gefällt, das Festlegen der Rahmenbedingungen, sprich,  ihre Kleidung, persönliche erotische Vorlieben zu nennen und natürlich: selbst zu entscheiden, wann jemand erscheinen oder gehen soll und wann Sie die Agentur erneut kontaktieren möchten, frei nach dem Motto: „Don’t call me, I’ll call you!“ ;-).  Ich sage Ihnen im folgenden, was mein Luxus ist: Zeit;  meine eigene Meinung; Damen auszuwählen, die ich als besonders erachte, sie aber auch „gehen lassen“  zu dürfen, wenn sie nicht mehr ins Konzept passen und anfangen, seltsame Verhaltensweisen an den Tag zu legen (Geld sollte, kann und darf nicht jeder haben). Aber auch das Warten auf sehr gute Damen und nicht jede zu nehmen, die willig und offen ist, diese Tätigkeit auszuüben.  Luxus ist für mich, mir die Personen auszusuchen, mit denen ich privat zu tun haben möchte und ganz nah an mich heranlasse oder einfach kurzerhand zu verreisen, wenn mir gerade danach ist. Sie wissen, wie sehr ich das Skifahren, Reisen nach Frankreich und das Golfen liebe – wenn ich Lust darauf habe, möchte ich gleich wegfahren können und meinen persönlichen Leidenschaften nachgehen – vorausgesetzt, ich bin gerade nicht an andere Dinge gebunden. Luxus ist für mich, täglich Sport treiben zu können, mich um mein Aussehen zu kümmern oder gute Kleidung, teure Unterwäsche, teure und hochwertige High Heels zu tragen;  persönliche Altersvorsorge zu betreiben ( die Rente ist sicher ) ;-). Gute Lebensmittel ausserdem und dazu wenig Kontakt zur Außenwelt. Ich mag es nicht, wenn ich von zu vielen Menschen umgeben werde – das engt mich ein.  Luxus ist für mich, wenn alles glatt läuft, eine gute Atmosphäre innerhalb der Agentur herrscht. Momentan z.B. bin ich sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, ich komme gut mit allen aus und denke, dass es umgekehrt ebenfalls so ist. Luxus ist daher, gute Damen in der Agentur zu haben, die eine gewisse Corporate Identity entwickelt haben und sagen: „Julia, wenn ich nicht bei Dir tätig bin, dann möchte ich es auch nirgendwo anders tun!“
Ein Mensch wie ich, der einmal den Himmel erlebt hat – bei den Eltern ist es natürlich immer traumhaft, unbeschwert, Sorgen werden einem vom Leib gehalten, es ist alles im Überfluss da – dann die Hölle (als Student lernt man schnell, im ALDI den Taschenrechner versteckt zu nutzen, um nicht dabei ertappt zu werden, wie man insgeheim den Preis der Ware zusammenrechnet und hofft, die Kassiererin möge auf dieselbe Summe kommen) und jetzt wieder den Himmel (hier und da natürlich mit Abstrichen, aber wer hat sie nicht). Ich weiß es daher absolut zu schätzen, wenn man sich Dinge leisten kann, ohne großartig darüber nachzudenken. Dabei hört es sich immer sehr leicht an, ist es aber mitnichten: 50 Damen=50 Meinungen, das Achten auf Perfektion, Fehlerlosigkeit, das immerwährende Suchen nach neuen, guten und qualitativen Damen und diese dann immer wieder auf ein top Niveau zu bringen. Der wenige Schlaf, die Sorge, dass immer alles glatt geht und man Dinge gut umsetzt sowie Kunden halten kann. Und natürlich die Kraft, Unheil von der Agentur fernzuhalten, z.B. vermeintliche Konkurrenz, die einem schaden möchte, und allen mutig die Stirn zu bieten-das gelingt mir recht gut . Auch das kostet etwas, aber man gönnt sich ja sonst nichts 😉 .  Mein Luxus ist also ein stetiger Kampf und ich verteidige ihn mit allen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen. Natürlich ist es so, dass man über grössere Anschaffungen auch weiterhin nachdenkt. Wenn man einmal nichts hatte, schläft man mindestens einige Nächte darüber, um über einen Kauf nachzudenken. Auch ist es so, dass ich mich zwischendurch immer mal wieder „reduziere“ und versuche, von max. 50 EUR in der Woche zu leben. Einfach deshalb, weil ich mir beweisen möchte, dass ich mich beherrsche und selbst disziplinieren kann. Den eigenen Willen zu brechen, ist das Härteste, macht aber stark.
In Deutschland nimmt der Sozialneid überhand-eine Entwicklung, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann und verabscheue. Kann man sich nicht mehr mit  Menschen freuen, die es zu etwas gebracht haben? Warum fragt man nicht: „Hey, wie hast Du das gemacht, ich möchte das auch!“ Würde mich das jemand fragen, hätte ich gewiss keine Antwort darauf, ausser: „Wieviel Zeit hast Du?“;-)
Stattdessen verstopfen negative Gedanken den Fluss positiver Energien. Ich kann hierzu immer wieder sagen: Wer arbeiten kann, Ausdauer hat und gewisse Grundwerte wie Ehrlichkeit, Loyalität und Zuverlässigkeit an den Tag legt, hat auch Geld. Ja, und sicher, die Angstfreiheit. Deutschland ist ein Land in dem sehr viele ängstliche Menschen leben. Hier nun die Frage: War das nicht mal anders? War der Deutsche nicht irgendwann mal für Tugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß, Ordnung, Disziplin etc.berühmt? Wenig ist davon übrig geblieben.  Erschreckend: man will Sicherheit und Gewissheit. Wer will es nicht – aber ist es nicht so, dass der Hebeleffekt greift, je grösser das Risiko ist? No risk, no fun. Manche, wie ich, hatten das Glück, dass es in der Familie vorgelebt wurde, manche müssen es lernen. Was noch? Kaum einer ist mehr bereit, zu verzichten (z.B. auf Freizeit). Luxus hat also auch einen hohen Preis, den Wenige bereit sind, zu zahlen. Im Leben muss man sich nunmal entscheiden und sich ernsthaft die Frage stellen: „Was zum Teufel will ich eigentlich hier, was mache ich hier, wo will ich hin?“ Jeder hätte gerne, möchte aber möglichst wenig dafür tun. Vielleicht ist es als Agenturleitung nicht meine Aufgabe, mich hundert mal selbst klonen zu wollen oder meine Persönlichkeit auf andere zu übertragen,  aber ich möchte den Damen Geschmack auf ein besseres bzw. angenehmeres Leben machen und ihnen zeigen, dass es möglich ist – viele haben es bereits verstanden, der Rest wird noch missioniert ;-). JvB
8 Kommentare
  1. Phillip sagte:

    Hallo Julia,

    Du hast eben etwas, das andere nicht haben. Der Bericht hat mir gut gefallen und besonders der persönliche Teil. Mehr davon.

    Dein Phillip

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  2. Hansjörg sagte:

    Ja, Julia, irgendwie ist der Text ja gar nicht so spitzzüngig, love it, wie Dein Twitter. Du schreibst gut und klar. Interessant wäre, in welcher Sparte Du Dich siehst.

    Hj

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  3. JvB sagte:

    Hallo lieber Hansjörg,

    vorab erstmal vielen Dank, dass Du „Sparte“ und nicht „Spalte“ geschrieben hast ;-), :-P. Ich bin von allem ein bisschen, ausser von Trend Nr. 7: superreich bin ich nämlich nicht und irgendwann wird es mehr oder weniger wahnsinnig.

    LG J.

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  4. Xavier sagte:

    Hey Julia,

    das wollte ich Dich schon immer mal fragen. Nachdem Du mich nicht treffen möchtest und mich immer nur verschmähst;-). Mit wem verreist Du eigentlich oder „spielst Golf oder Tennis“?

    Xavier

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  5. JvB sagte:

    Ach Xaxier, nachdem ich Deine Escort-Historie kenne, weiß ich, daß Du in jedem Hafen eine Andere hast ;-). Wie soll ich mich denn da nur besonders fühlen? 😉 Zum Rest zitiere ich meine Eltern: Ihr seid doch 4 Kinder und damit braucht Ihr keine Freunde zum Spielen-Ihr habt Euch ;-). Daher sehe ich meine Geschwister oder ich treffe Studienfreunde oder Menschen für „dies, das und jenes“ ;-). Ansonsten gilt wie immer: No Name-Dropping ;-). LG J.

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  6. Reza sagte:

    Hallo Julia,

    ich weiß unsere guten Telefonate immer sehr zu schätzen und halte Dich für hochintelligent. Ja, was ist Luxus? Dich zu kennen (?!9 und Dich in den Weiten des Internets gefunden zu haben. Ich hab mir schon gleich gedacht, dass hinter der Eisprinzessin (gut, Du würdest Eis“königin“ sagen, auch klar) ein Mensch steckt, der kalkuliert an alles rangeht. Ja, Geld ist Dein Thema, Mrs.Gekko 😉 und Du sollst es haben. Das Gesicht dazu würde mich interessieren, ich hör von Deinen Mädels eine Lobeshymne nach der anderen. Das Interessanteste versteckt sich. Schätzchen, das geht so nicht ;-).

    Reza

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  7. Holger sagte:

    Reza, mein persischer Prinz ;-). Wenn Du endlich mal auf dem schon lange versprochenen fliegenden Teppich anreisen würdest, wäre ich schon längst aufgestiegen ;-). Vielleicht hast Du Aladins Wunderlampe einfach noch nicht ausreichend genug gerieben und gestreichelt…-denk mal darüber nach 😉 Vielen Dank für das schöne Kompliment…na, da versucht man, möglichst blond rüberzukommen und dann gelingt es einem so gar nicht :-D…Ich höre Dir auch sehr gerne zu – ich mag Menschen, die mit Sprache jonglieren können, einen guten Humor an den Tag legen, diskret und freundlich sind. All das erfüllst Du und meine Damen treffen Dich sehr gerne. Bis demnächst, J.

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