Foto: Le Corbusier: B.2, esprit aus Le poème del’angle droit, 1955, S. 55 © FLC/VG Bild-Kunst, Bonn 2012
Von 1947 bis 1955 schuf der Architekt Le Corbusier eine Folge von Lithographien. Die Grafiken der Reihe „Le poème de l‘angle droit“ sah er als künstlerische Umsetzung seines Weltbildes. Wer aber nun ist Le Corbusier? Damit wollen wir uns im heutigen Blog beschäftigen.

Le Corbusier, eigentlich als Charles-Édouard Jeanneret-Gris zur Welt gekommen, war ein schweizerisch-französischer Architekt, Architekturtheoretiker, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner-vielfältiger geht es also kaum noch.

Geboren wurde das Multitalent am 6. Oktober 1887 in La Chaux-de-Fonds im Schweizer Kanton Neuenburg und ist am 27. August 1965 in Roquebrune-Cap-Martin bei Monaco gestorben.

Le Corbusier war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, dessen neue Ideen aber auch Kontroversen auslösten und teilweise bis heute umstritten sind. Sein Pseudonym „Le Corbusier“ nahm er in Anlehnung an die Namen seines Urgroßvaters wie auch seines Lehrmeisters Charles l’Éplattenier zu Beginn der 1920er Jahre in Paris an. Charles Jeanneret entstammte einer alteingesessenen und weit verzweigten Familie, die ihre – allerdings nicht nachgewiesenen – Ursprünge bis zu den Albigensern (Anhänger der bedeutendsten christlichen Häresie des Mittelalters, eine Gruppierung der Katharer) zurückführt.

Im Jahr 1900 begann er eine Lehre zum Gravierer und Ziseleur in der Kunstgewerbeschule École d’Art in La Chaux-de-Fonds. Unter dem Einfluss seines Lehrers Charles L’Éplattenier wandte er sich der Malerei und der Architektur zu, wobei er zunächst mehr dem ersteren zuneigte. Künstlerisch war er zu dieser Zeit stark von der Arts-and-Crafts-Bewegung und Art nouveau beeinflusst. Nach vielen weiteren Stationen und Studienreisen durch Italien, Ungarn, Österreich, der Türkei, Griechenland und Deutschland, wo er sich der Kunst, Architektur, Musik (genauer der Musikpädagogik), Inneneinrichung/ Innenarchitektur und Kunsthistorik gewidmet hat, lehrte er an der ein Jahr zuvor von seinem Lehrer L’Eplattenier gegründeten „Neuen Abteilung“ der École d’Art Architektur und Inneneinrichtung, gleichzeitig etablierte er sich als selbständiger Architekt und Innenausstatter.

In Paris wurden im Rahmen des Salon d’Automne einige Aquarelle mit Eindrücken seiner Reisen ausgestellt. 1914 wurde er Leiter einer Abteilung der École d’Art. Er erhielt ein Patent auf das zusammen mit dem Ingenieur Max du Bois entwickelte Bausystem „Dom-ino“ zur industriellen Serienfertigung von Häusern in Stahlbeton-Skelettbauweise aus vorgefertigten Teilen.

Anfangs erhielt er nur wenige Aufträge als Architekt, beschäftigte sich verstärkt mit zeitgenössischer Malerei, insbesondere kam es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Kubismus. 1918 entstanden erste Ölbilder – vor allem Stillleben – und er stellte gemeinsam mit Ozenfant aus.

Mit 78 Jahren starb Le Corbusier 1965 in Cap-Martin, als er beim Baden im Meer nahe seinem Ferienhäuschen Le Cabanon einen Herzschlag erlitt und ertrank. Am 1. September ehrte Kulturminister André Malraux den Toten mit einer offiziellen Trauerfeier im Carrée-Hof des Louvre. Er ist auf dem Friedhof von Roquebrune-Cap-Martin bestattet.

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„Le poème de l‘angle droit“ vom 21. 6. bis zum 2. 9 in der Pinakothek der Moderne in München, Di. bis So. 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 2o Uhr, www.pinakothek.de.

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