Heute Abend wird der „Schrei“ von Edvard Munch im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s versteigert. Das Traditionhaus schätzt das Werk auf über 80 Millionen Dollar, aber wer kann schon sagen, welcher Teufel die Sammler heute Abend reiten wird – Kunstexperten gehen von einem neuen Rekordpreis aus.

Wirklich überrascht es niemanden- gehört der „Schrei“ doch zu den bekanntesten Bildern der Welt, das ebenso gerne parodiert wie zitiert wird. All das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Von Spongebob über die Sesamstraße zu einem Warhol-Siebdruck (welches Ende März knapp 500.000 Dollar bei Sotheby’s erzielte) -alle nahmen sich den Mann mit den runden Augen und den auf dem Kopf gepressten Händen an. Selbst für eine aufblasbare Puppe musste das 1910 entstände Gemälde herhalten.

Die unterschiedlichen Versionen des Originals entstanden im Zeitraum von 1893-1910. Es sind heute vier Gemälde und einige Lithographien bekannt. Zwei der Gemälde sind im Munch-Museum in Oslo zu bewundern; das dritte in der Nationalgalerie und das vierte, das sich im Privatbesitz von Petter Olsen befindet, wird eben heute versteigert.

Die norwegischen Bilder haben auch schon einiges durchlebt. Im Februar 1994 wurde eine rot-orange Version des Bildes aus der norwegischen Nationalgalerie geklaut. Eine hell-orange Version des Bildes wurde aus dem Osloer-Munch Museum entwendet. Beide Bilder konnten 2006 von der norwegischen Polizei bei einer Razzia sichergestellt werden. Leider waren beide Bilder beschädigt, wurden aber wegen großen Interesses, unrestauriert, für einige Tage ausgestellt und zogen viele Besucher an.

Wieviele Menschen heute Abend bei Sotheby’s sein werden wissen wir zwar nicht, aber das es eine spannende Auktion wird, liegt auf der Hand.

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