EE ist auf einen spannenden Bericht im SZ Magazin gestoßen – ein Interview mit dem Neurobiologen Dr. Ogi Ogas aus Boston. Dieser hat, gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Sai Gaddam, 55 Millionen Suchanfragen zum Thema Pornographie ausgewertet und die Ergebnisse in einem äußerst spannenden Buch zusammen gefasst. Schon die einzelnen Titel der Kapitel lassen einen lächeln und machen neugierig auf das, was kommt. Von Kapitel 2 „Auch Affen würden Pornos kaufen: Was Männer visuell anmacht Warum füllig sexy ist, reife Frauen gewisse Vorzüge bieten und Freud an einem Penisneid litt“; über Kapitel 5 „Ladys lieben Alphas: Was Frauen psychisch anmacht 1 – der Held. Warum Frauen auf Magnaten, Milliardäre und Massenmörder stehen“; zu Kaptel 10 „Was Menschen psychisch anmacht. Warum Herrschaft und Submission lediglich zwei Seiten einer Gehirnrinde sind“, kann sich der Leser auf desillusionierende Fakten freuen.

Noch treffender ist das einleitende Zitat der Professorin für klinische Psychologie Marta Meana: „Das Studium menschlichen Begehrens war noch nie etwas für Leute mit schwachen Nerven“. Denn anders als bei den üblichen Versuchen, dem Trieb auf die Schliche zu kommen, mussten die beiden Forscher keine Angst haben, falsche und schamhafte Angaben zu bekommen, denn der Klick auf die Lieblings-Porno-Seite ist anonym. Der User gibt völlig schutzlos seine Begriffe in den Suchschlitz ein und füttert so die Datenbank der Wissenschaftler.

Laut Interview im SZ Magazin vom 11/2012 gibt es in dem Buch Überraschendes – das Absurdeste, was die beiden Wissenschaftler gefunden haben, ist eine Zeichnung von Calvin und Hobbes (zwei Comicfiguren, wovon eine ein kleiner Junge und die andere ein Stofftiger ist) in einer expliziten Dreierdarstellung. Interessant ist auch, zu erfahren, dass die Dominanz und Unterwerfungsphantasien bei Männern und Frauen sehr ähnlich sind, sonst gibt’s da scheinbar nicht soviel 😉

Und raten Sie mal was die fünf häufigsten Suchanfragen sind: »Jung«, »schwul«, »Milf«, »Brüste«, »untreue Ehefrauen«. Sollte jemand gerne mehr wissen wollen, empfehlen wir einfach das Buch Klick! Mich! An! von Sai Gaddam, Ogi Ogas.

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