Der „Legende nach“, heißt es, Lang Lang hätte als Zweijähriger „Tom und Jerry“ geschaut und wäre vollkommen hin und weg von Toms Spiel gewesen: die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Franz Liszt. Dies weckte wohl seinen Wunsch, das Klavierspiel zu erlernen. Da hieß es in unserer Kindheit immer „schau nicht so viele Zeichentrickfilme“ – scheinbar ein unterschätztes Medium. Zurück zu Lang Lang – dessen Eltern sparten eisern für den Klavierunterricht bei Professor Zhu Ya-Fen, um ihren Sohn zu fördern, was sehr weitsichtig war.

Und damit begann die Kariere dieses Ausnahmemusikers, der bereits mit fünf Jahren den Shenyang-Klavierwettbewerb gewann – sein erster öffentlicher Auftritt, wohlgemerkt. Danach sollten viele Jugendpreise folgen, von Peking nach Deutschland über Japan. Mit neun Jahren wurde er an das Konservatorium in Peking zu Professor Zhao Ping-Guo empfohlen, der den Jungen in die höheren Weihen des Klavierspiels einführte. Lang Lang ist damit gesegnet, dass seine Musikalität es ihm ermöglicht, Stücke in einer irrwitzigen Geschwindigkeit zu beherrschen, für die andere Klavierspieler eine halbe Ewigkeit, viel Übung und Ausdauer benötigen.

Der populärste Pianist unser Zeit wird auf all seinen Tourneen von seiner Mutter begleitet; wie in den meisten chinesischen Familien gibt es einen engen Verbund. So ist es für den 1982 geborenen jungen Mann ganz selbstverständlich, mit
einem Familienmitglied unterwegs zu sein.

EE freut sich schon sehr auf das Konzert am 23. März in der Royal Albert Hall und kann allen Lesern und Kunden nur empfehlen, die Gelegenheit zu nutzen einen kleinen Abstecher nach London zu machen. Vielleicht entdecken Sie ja Lang Langs Mutter im Publikum. 😉

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