Zu Ehren des 80. Geburtstages von Gerhard Richter richtet die Nationalgalerie in Berlin, zusammen mit der Tate Modern in London und dem Centre Pompidou in Paris, eine umfassende Retrospektive seines Oeuvres aus. Gefördert wird diese Ausstellung durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie. Die umfangreiche Werkschau von 150 Bildern aus all seinen Schaffensphasen verdeutlichen die Vielseitigkeit des Künstlers. Die Auswahl der Werke sind in enger Zusammenarbeit mit Gerhard Richter entstanden. Die Ausstellungsdramaturgie verläuft chronologisch und hebt so das Wechselspiel zwischen abstrakten und figurativen Werken hervor. Die Mischung aus bekannten Werken, wie z.B. Betty, das Portrait Richters Tochter, dass laut d.Maler wohl das meist gedruckte Bild der Gegenwartskunst ist und zudem nie gezeigte Arbeiten, einen Gesamteindruck über das Wirken dieses Ausnahmekünstlers ergeben. Eigens für die Berliner Ausstellung verwirklicht Gerhard Richter erstmals die Version I seiner abstrakten, aleatorischen Arbeit- 4900 Farben, die, über 200 Meter hinweg, die gesamte Ausstellung umrahmen werden.

Daher auch der Titel Panorama: „Der Begriff Panorama entstammt dem Griechischen und besteht aus einer Verbindung der Worte „alles“ und „sehen“. Im deutschen Sprachgebrauch hat es sich als Synonym für Rundsicht oder Umsicht etabliert, für den freien Blick über 360 Grad. In der Umsicht erschließt sich das zu Sehende in einer Verbindung aus Zeit und Bewegung. Nicht eine Ansicht wird wahrgenommen, sondern viele Ansichten, die sich im Laufe des Rundblicks zu einer Einheit verbinden. Entsprechend ist die Ausstellung im Obergeschoss der Neuen Nationalgalerie als weite Umschau angelegt und entfaltet sich in großzügigen, offenen Räumen. Rund 140 Gemälde sowie fünf Skulpturen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler ausgewählt wurden, geben einen Einblick in Richters vielschichtiges, über fünf Jahrzehnte hinweg entstandenes Werk“, so die Aussage der Kuratoren der Ausstellung.

Excellent Escorts empfiehlt jedem, der vom 12. Februar – 13. Mai 2012 in Berlin verweilt, sich diese Ausstellung anzusehen. Wer gerade nicht in Berlin ist, sollte sich den Film von Corinna Pelz ansehen, die mit ihrem Künstlerportrait über Gerhard Richter den Schaffensprozess des Malers begleiten durfte.

 

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