Als Opernfan erinnern Sie sich sicher an den Skandal an der Komischen Oper Berlin im Jahre 2004, der zu etlichen Abonnement-Kündigungen und unzähligen Boulevard-Schlagzeilen führte: Die von dem Katalanen Calixto Bieito inszenierte Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von Mozart. Mit seiner Neuinterpretation des Stückes, dessen Handlung er kurzerhand in ein Bordell verlegt hat ließ die Feuilletonisten des Landes fragen: „Was darf Kunst eigentlich?“ Was man im Sprechtheater längst gewohnt ist und womit man dort keinen mehr provozieren kann: In der Oper funktioniert das noch.

Calixto Bieito – man nennt ihn auch den Quentin Tarantino unter den Opernregisseueren – hat sich als „Skandalregisseur“ einen umstrittenen Ruf geschaffen: Seine Opern inszeniert er häufig sehr modern, gewalttätig oder sehr sexualisiert. Bieito gehört aber ganz klar zu den profiliertesten und renommiertesten Opernmachern Europas. Erstmalig fiel Bieito im Jahre 2001 bei dem Salzburger Festspielen auf. Hier inszenierte er Shakespeares „Macbeth“ in Form einen sportlich-pornografischen Orgie in einem Fitnessstudio.

Nun ist Bieito mit seiner „Skandaloper“ zurück an der Komischen Oper Berlin. Am Mittwoch, den 12. Mai 2010 feiert die Inszenierung um 19:30 Uhr Premiere. Vielleicht möchten Sie sich selbst ein Bild der Inszenierung machen? Genießen Sie das Singspiel in drei Akten doch mit einer reizenden Begleitung von Excellent Escorts.

1 Antwort
  1. PHILIPPE LE CAMPION sagte:

    die Inszinierung ist eine Schande für die Musik von Mozart und hilft überhaupt nicht zu der Entwicklung des Dramas. Etwas verrücktes ist zwar erfrischend, leider nicht die Vulgarität
    ich habe die Augen zugemacht und die Musik zugehört und geniessen.
    PLC

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