Würde man bei diesem Boot von „Liebe zum Detail“ sprechen wäre es eine Untertreibung. Der Traum aus Mahagoni und Chrom ist das Ergebnis von Leidenschaft, Perfektion und Ästhetik.

Der Traum begann, als der junge Carlo Riva sich das Ziel setzte, schnelle, elegante Rennboote in Serie zu bauen. Als Vorbild dienten amerikanische „Runabouts“; schnittige Motorboote für sechs bis acht Personen. Ein Format, welches in Europa noch nicht zu finden war.

Anfang der 40er Jahre standen die Chancen jedoch alles andere als gut, sich finanziell nicht komplett zu ruinieren. Trotzdem machte Carlo Riva sich an die Arbeit. Alles an diesem Boot wurde von ihm entwickelt: Rumpf, Beschläge, Instrumente und auch die Farbe der Polster stammen aus seiner Feder. Die Motoren bestellte er in den USA. Und um nicht die Mindestmenge abnehmen zu müssen bediente er sich einer Notlüge. Es gäbe in Italien ein Gesetz, welches die Einfuhr von Motoren aus dem Ausland reguliere, so der junge Unternehmer – zum Glück wurde ihm geglaubt. So konnten die ersten Riva Boote die Werft verlassen.

Später erwies sich der junge Mann als geschickter Marketingexperte. Gut gekleidet traf er sich mit potentiellen Kunden in Luxushotels, schlief aber in den Lagerhallen der Schiffe. Der Durchbruch kam 1950 auf der Mailänder Bootsmesse. Hier gewann er die Kunden, die dem Boot das richtige Image verpassten. Er überzeugte Prominenz und Geldadel von seinem Schiff und ließ sie dann auch munter auf dem Boot posieren – die Schönen, wie Brigitte Bardot und Jean Paul Belmondo, und die Reichen, wie Adrian Kashoggi oder den Schah von Persien.

Wäre es nicht ein Traum eine wunderschöne Escortlady über den Comersee zu fahren und das Leben in seiner Schönheit und seinem Überfluss zu genießen? …

Mehr zu den Booten..

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.