Begleitservice – eine Dienstleistung der Moderne?

In den Medien wird viel über Begleitagenturen, Begleitservice, Escortagenturen und Escortservice berichtet. Geschichten von jungen Frauen die sich ihr Studium finanzieren oder von hübschen Akademikerinnen welche diesen erotischen Nebenverdienst lustvoll betreiben.

Aber gibt es diese Art des Begleitservice erst seit dem letzten Jahrhundert? Nein. Die Geschichte des Escorts – der Escortdamen – ist älter als man denkt. In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen an dieser Stelle die griechischen Hetären, die japanischen Geisha und die europäischen Mätressen vor. Eines haben diese erotischen Begleiterinnen alle gemeinsam – sie waren gebildete und angesehene Frauen.

Hetären (griechisch „Gefährtin“)

Kennen Sie die Kaiserin Theodora? Auch sie gehörte zu dem ausgewählten Kreis der Begleitamen in der griechischen Antike. Diese Damen mussten bewandert sein in der Kunst des Singens und Tanzens. Sie mussten parlieren und sinnlich ringen können. Viele große Politiker, Philosophen und Dichter nahmen die Dienste der Hetären in Anspruch und ließen sich durch sie auf unterschiedlichste Art unterhalten.

Es war üblich die Damen mit beachtlichen Geschenken zu entlohnen: So brachten es die „angesagtesten Hetären“ tatsächlich zu einem beachtlichen Vermögen. Es rankten sich Mythen und Legenden um die schönen Begleitdamen – die Escortdamen – der Antike.

Nehmen wir zum Beispiel die Hetäre Phryne: Sie wurde der Gottlosigkeit angeklagt, da sie behauptete, dass ihre Schönheit mit der der Göttin Aphrodite mithalten könne. Der Prozess wurde zu einem großen Skandal in Griechenland. Die vor Gericht gestellte Schöne sollte ihren nackten Körper als Beweis den Blicken der Richter freigegeben haben. Daraufhin wurde Sie freigesprochen.

In einer andern Geschichte soll einer Ihrer Liebhaber – der Politiker Hypereides (389–322 v. Chr.) – ihr das Gewand vom Leibe gerissen haben und so einen Freispruch erzwungen haben.

Ein bekanntes Gemälde dazu hängt in der Hamburger Kunsthalle.

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